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Am ersten Bauabschnitt von Freiham wird schon fleißig gebaut. Jetzt hat der Münchner Stadtrat auch den Bebauungsplan für den zweiten Abschnitt gebilligt.

Vor den Toren Münchens

Weitere Freiham-Pläne stoßen im Münchner Stadtrat auf Kritik

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Der zweite Bauabschnitt für das neue Wohngebiet in Freiham nimmt Formen an. Der Planungsausschuss des Münchner Stadtrats hat mehrheitlich dem Bebauungsplan zugestimmt. Es gab aber Kritik. 

Freiham – Zudem verabschiedete das Gremium in dieser Woche 22 konkrete Maßnahmen, um die verkehrliche Anbindung des neuen Viertels sicherzustellen. Mit zwei S-Bahnlinien, dem geplanten U-Bahnanschluss sowie einem engmaschigen Busnetz soll Freiham laut Planungsreferat gut an den ÖPNV angebunden sein.

Kritik gab es an der Verkehrserschließung des neuen Viertels

Im neuen Münchner Stadtteil entstehen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Germering bekanntlich Wohnungen für über 25 000 Bewohner und die entsprechende Infrastruktur. Kritik an den Plänen kommt aus dem Bezirksausschuss Aubing-Lochhausen-Langwied. Dessen Vorsitzender Sebastian Kriesel (CSU): „Die Verwaltung hat in Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Dienststellen eine große Würdigung der vom Bezirksausschuss aufgeworfenen Fragen und Haltungen vorgenommen. Wie es aber zu erwarten war, können viele Forderungen nicht erfüllt und auf Fragen keine Antwort gegeben werden. Leider ist der Stadtrat mehrheitlich dem Votum des Bezirksausschusses nicht gefolgt.“

CSU, Bayernpartei und ÖDP waren die einzigen, die den Bebauungsplan ablehnten. Die Viertelpolitiker im Bezirksausschuss hätten sich im bisherigen Planungsverlauf immer sehr kooperativ gezeigt und offen für eine gemeinwohlorientierte Lösung. „Doch zeigen die Planungen zu starke Schwächen. Erst müssen Lösungen für die unzureichende Verkehrserschließung, den Ausbau der A 99, die Frage der Fertigstellung der U-Bahn, den Klimaschutz und der fehlenden Infrastruktur vorliegen“, sagt Kriesel. „Ich bleibe dabei: Wir brauchen Lösungen und keine Experimente! lch lehne daher weiter die Aufstellung dieses Bebauungsplans ab.“ Mit dem Realisierungsabschnitt könne es erst weitergehen, wenn die Infrastruktur gesichert ist.

Rasche Planungen sind die Voraussetzung für den U-Bahnbau

Die SPD im Münchner Rathaus sieht den Beschluss derweil als Fortschritt. Fraktionschef Christian Müller sagte: „Es ist der richtige Weg beschritten, um eine seriöse Planung zu beginnen. Alles auszubremsen, würde niemandem helfen, dafür aber die Entwicklung des neuen Stadtteils verzögern und die Knappheit beim bezahlbaren Wohnraum in München auf Jahre hinaus weiter verschärfen.“

Hinzu komme, dass für einen zeitnahen Bau der U-Bahn die Voraussetzungen nur durch eine rasche Einleitung der Planungen geschaffen werden können. „Wer wie CSU, ÖDP und Bayernpartei suggeriert, dass erst alle Fragen abgearbeitet werden müssten, will sich nicht dazu bekennen, dass für die notwendigen Planungen tatsächlich auch Beschlüsse gefasst werden müssen.“ Und ein Aufstellungsbeschluss leite schließlich alle notwendigen Untersuchungen ein, darunter auch ein Verkehrskonzept.

Es gibt auch Pläne für eine U 5-Verlängerung bis nach Germering

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