Fünf Tonnen Medizin-Hightech am Haken

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Germering - Das war ein spektakulärer Kraftakt: Mit Hilfe eines Spezialkrans ist gestern ein rund fünf Tonnen schwerer Magnetresonanztomograph (MRT) ins Einkaufszentrum GEP gehoben worden: Im 1. Stock wird hier eine neue Radiologiepraxis eröffnet.

Am 2. Mai wird im GEP eine Zweigstelle des Radiologiezentrums Fürstenfeldbruck-Olching eröffnet. Zunächst wird hier im 1. Stock des Hauses, wo sich unter anderem auch ein fitness-Zentrum, eine Ergotherapie- und bald auch eine Physiotherapiepraxis befinden, lediglich eine MRT-Praxis betrieben. Dr. Andreas Forster, einer der fünf Inhaber der Praxen in Bruck und Olching, erklärte allerdings gestern, dass diese Praxis im GEP bald erweitert wird und um alle weiteren Angebote einer vollwertigen Radiologie ergänzt. Die Räume dazu seien schon angemietet, müssten aber noch ausgebaut werden.

Dr. Forster war vor Ort, um den spektakulären Transport des MRT-Gerätes in den Untersuchungsraum zu verfolgen. In der Leipziger Straße östlich des GEP-Seitenarms an der Spange waren um 8 Uhr zwei Schwertransporter vorgefahren: Einer hatte das weiße Fünf-Tonnen-Gerät von Toshiba-Medical geladen, der andere einen Spezialkran. Die Basis des Krans musste zunächst mit tonnenschweren Platten belegt werden, um ein Gegengewicht zum MRT herzustellen. Das Gerät musste über das Gebäude in die innenliegenden Praxisräume gehoben worden – ein Zugang über eine Art Balustrade war vorhanden.

Straße hätte stundenlang gesperrt werden müssen

Dieser Umweg über das Gebäude musste gewählt werden, weil der Kran nicht auf der Spange aufgestellt werden durfte: Dafür hätte die Staatsstraße stundenlang gesperrt werden müssen. Denn die Aktion zog sich – erst gegen 13 Uhr hing das Hightech-Diagnose-Teil am Haken und schwebte langsam aber sicher seinem Ziel entgegen.

Die Entscheidung, in Germering eine dritte Praxis nach der in Bruck und Olching zu eröffnen, ist aus Sicht von Dr. Forster auch der Tatsache geschuldet, dass es in Germering seit dem Abriss des Ärztezentrums in der Riesstraße derzeit nur noch eine Praxis im Germedicum gebe. Und dort höre man immer wieder Klagen über steigende Wartezeiten. Dies sei auch eine Folge davon, dass immer mehr Orthopäden eine MRT-Untersuchung veranlassen. Ein entscheidender Punkt für den Standort GEP ist dann dem Radiologen zufolge noch gewesen, dass es hier ausreichend Parkplätze für die Patienten gebe. Dies sei ein Riesenproblem in den Brucker und Olchinger Praxen.

MRT-Diagnosen haben den Vorteil, dass sie ohne Strahlengefährdung scharfe Bilder des zu untersuchenden Gewebes oder der Organe liefern. Eine neue Technik sorgt mittlerweile dafür, dass die früher sehr lauten Klopfgeräusche in der Untersuchungsröhre erheblich reduziert worden sind.

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