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Das Publikum beim Vorlesewettbewerb war begeistert und spendete immer wieder Beifall.

Vorlesewettbewerb

Die besten Leserinnen üben mit der Familie

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Das beste Vorlese-Kind des Landkreises kommt aus Gröbenzell und heißt Helene Heidler. Allerdings fiel es der Jury in der Stadtbibliothek nicht leicht, den Sieger zu küren.

Germering – Geübt hat die Beste mit ihrem jüngeren Bruder. „Er ist ein aufmerksamer Zuhörer“, erzählte Helene Heidler, die die 6. Klasse des Gymnasiums in Gröbenzell besucht. Übermäßig nervös sei sie also nicht gewesen, als sie zwei Minuten lang eine ihr unbekannte Textstelle vortragen musste. Das ist eine der Aufgaben, die im Landkreisentscheid des Vorlesewettbewerbs gefordert waren. „Manche Wörter waren schon schwierig“, so die Gymnasiastin über die Textstelle, die ihr aus dem Buch „Der mutigste Junge der Welt“ von Nina Weger zugedacht war.

Nur knapp am Sieg vorbei gelesen: Jennifer Schuster von der Mittelschule Türkenfeld.

Es sei schon schwieriger aus einem unbekannten Buch vorzulesen, gestand auch Jennifer Schuster von der Mittelschule in Türkenfeld. Aufgeregt sei sie weniger wegen des Textes gewesen. „Wenn ich ein neues Buch anfange, ist es mir ja auch fremd“, erklärt Schuster. Ihr Vater lässt sich gern von der Leseleidenschaft seiner Tochter verwöhnen. „Es macht Spaß, wenn sie mir etwas vorliest“, erzählte Andreas Schuster. Jennifer greife sowieso lieber zu einem Buch, als etwa zum Tablet.

Neben Heidler und Schuster, die auch immer den Augenkontakt zum Publikum suchten und fanden, taten sich andere Schüler mit der unbekannten Textstelle schwer. In der ersten Leserunde, bei der aus einem selbst ausgewählten Buch vorgetragen werden konnte, fiel die Aufgabe vielen noch einfacher.

Gut gelesen! Landrätin Martina Drechsler (r.) und Kulturreferentin Centa Kessler gratulieren Helene Heidler.

Dennoch stand das Bemühen, der Eifer und vor allem die Freude am Lesen im Vordergrund. „Ihr habt das alle toll gemacht“, lobte dann auch die stellvertretende Bibliotheksleiterin Katja Beese, die die Moderation für die erkrankte Christine Förster-Grüber übernommen hatte.

„Ich bin froh, dass ich nicht in der Jury bin“, gestand die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler. Die Wahl wäre ihr sehr schwer gefallen. Ähnlich äußerte sich Kulturreferentin Centa Kessler, die spontan Trostpreise für alle vorschlug, die nicht gewonnen hatten. Damit nahm sie der Jury mit Vorjahressiegerin Joséphine Chanson, Jugendreferentin Sandra de Brecey, Bibliotheksmitarbeiterin Brigitte Flämmich sowie den Buchhändlerinnen Anna Richter und Anja Kurz zumindest etwas Druck weg. Sie hatten die Schüler unter anderem in den Kategorien Lesevortrag und Darbietung bewertet.

Von den 14 Teilnehmern war auch OB Andreas Haas begeistert. Die besten Abenteuer erlebe man, indem man die Nase zwischen zwei Buchseiten stecke, zitierte er Astrid Lindgren. Davon kann sich nun die Siegerin Heidler weiter anstecken lassen, die den Landkreis beim Regionalentscheid Oberbayern Nord vertritt. Die dreitägige Abschlussveranstaltung findet ab 20. Juni für drei Tage in Berlin statt.

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