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Wenn Musikerinnen zu Sprayerinnen werden: Kaixin, Carolin und Melanie sprühen was das Zeug hält. Die Soccer-Umrandung an der Freizeitanlage Harthaus wurde am Pfingstsamstag ganz legal mit Graffitis aufgehübscht.

Jugendrat

Jugendliche verschönern ihre Anlage

Keine Lust auf langweilige Schmierereien: Am Pfingstsamstag wurde die Freizeitanlage Harthaus aufgehübscht. Der Jugendrat der Stadt hatte zum Sprayfest rund um das Soccerfeld eingeladen.

Germering – Als Jugendreferentin Sandra De Brecey noch Vorsitzende des Jugendrates war, wurden die Pläne für die Freizeitanlage Harthaus – mit Soccerfeld, Parcour und Beachvolleyballfeld – in die Tat umgesetzt. „Nun liegt es an uns, dieses Erbe zu pflegen und in Ehren zu halten“, sagt ihr Nachfolger, Markus Haimerl.

Im Dezember 2015 hatten Vandalen das Soccerfeld in Brand gesetzt. Die Anlage wurde mittlerweile erneuert und mit einem geeigneteren Tartanboden ausgestattet. Mit der Graffiti-Aktion will der Jugendrat weiteren Schmierereien an den Banden vorgreifen und dafür sorgen, dass sich die Jugend mit der Anlage identifiziert.

„In der Vergangenheit wurden die Banden und Wände immer wieder beschmiert, deshalb haben wir an allen Germeringer Schulen für unsere Aktion geworben und die Schüler aufgefordert, sich beim gemeinsamen Sprayfest aktiv mit einzubringen“, sagt Haimerl.

Begleitend standen dem Jugendrat-Team die Pädagogen des Jugendzentrums Cordobar zur Seite. Die Schüler konnten bis Ende April ihre Skizzen schicken, einige meldeten sich auch an, um beim Graffiti Contest an vorderster Front mit dabei zu sein. „Die Rückmeldungen seitens der Schüler hielten sich leider in überschaubaren Grenzen“, sagt Haimerl. Dabei habe man an allen Schulen Flyer verteilt und für die Aktion geworben. „Das ist schon etwas enttäuschend“, räumt der Vorsitzende des Jugendrates ein.

Doch Trübsal blasen war am Pfingstsamstag dennoch nicht angesagt: „Wir werden jetzt einfach selbst kreativ“, sagte Haimerl. Gemeinsam mit Hobbysprayern machten sich die Mitglieder des Jugendrates selbst ans Werk und banden auch die Musiker in die Graffiti-Aktion mit ein. Und am Ende eines heißen Tages war die Soccer-Umrandung nicht mehr anthrazit-farben, sondern richtig ordentlich bunt.

VON ANGI KIENER

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