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Zuerst lustig, dann ernst: Manuel Grund und Serdan-Renas Tas werfen ihren Mitschülern schlechten Zusammenhalt vor.

Max-Born-Gymnasium 

Abi-Redner sorgen für Eklat

 Ein letztes Mal sind die Abiturienten des Max-Born-Gymnasiums am Freitagvormittag zusammen gekommen, um in der Stadthalle das Ende ihrer Schulzeit zu feiern. Doch als zwei Schulabgänger am Rednerpult stehen, verfliegt kurzzeitig die Feierlaune. Sie kritisieren Lehrer und sogar ihre Mitschüler.

Germering – Zu Beginn ihrer Schulzeit am Gymnasium waren die Abiturienten kleine Fünftklässler mit großen Schulränzen. Nun beginnt für 120 junge Erwachsene ein neuer Lebensabschnitt. Für die Gymnasiasten ist der Tag der Zeugnisverleihung ein ganz besonderer, dem sie acht Jahre entgegenfiebern. Dazu werfen sie sich für gewöhnlich alle in Schale. So auch die Absolventen des Max-Born-Gymnasiums. Bodenlange Abendroben, kurze glitzernde Cocktailkleider, Anzüge mit Krawatte oder Smokings mit Fliege – die Familienmitglieder und Lehrer staunen beim Einzug der Abiturienten in die Stadthalle nichts schlecht, wo heuer zum zweiten Mal gefeiert wird.

„Insgesamt haben 120 Schüler ihr Abitur an unserer Schule bestanden. Bei fast einem Viertel steht bei der Endnote eine Eins vor dem Komma“, sagt Oberstufenkoordinatorin Karin Lehner. Drei der Abiturienten erreichten sogar den Traumschnitt 1,0. Bei anderen gestaltete sich die Prüfungszeit eher spannend. Vielleicht laute ja auch deshalb das diesjährige Abimotto „Abikini – war knapp, aber passt schon“, sagt die Lehrerin und hat damit die Lacher auf ihrer Seite.

Lustig beginnt auch anschließend die Ansprache der beiden Abiturienten Manuel Grund und Serdan-Renas Tas. Mit den Worten „Auf die zukünftige Elite Deutschlands“ stoßen die beiden mit zwei Flachmännern auf das bestandene Abitur an. Mit einem Rückblick auf die vergangenen Jahre geht es anschließend weiter. Die Anfangs amüsanten Geschichten von gemeinsamen Studienfahrten und Seminararbeitsabgaben im letzten Moment weichen nun pikanten Geschichten und unpassenden Zitaten von Lehrern. Ihren Mitschülern werfen die Redner vor, dass der Zusammenhalt der Stufe sehr zu wünschen übrig gelassen habe. Nach rund 40 Minuten beenden die Schüler schließlich ihre Rede.

Anschließend steht Direktor Robert Christoph am Rednerpult. Für Christoph gibt es Grund zu positiveren Abschiedsworten. „Ihr seid der erste Jahrgang, den ich komplett als Schulleiter begleiten durfte“, stellt er erfreut fest. Angelehnt an das Zitat „Tradition ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche“ des österreichischen Komponisten Gustav Mahler, steht für den Schulleiter die Tradition im Mittelpunkt der Veranstaltung. Mit der Bitte: „Führt die gute Tradition dieser Schule fort“, entlässt er die Absolventen in die Feierlichkeiten gemeinsam mit den Familien. 

von Alexandra Müller

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