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Und Action: Zwei Film-Polizisten machen sich auf den Weg ins Schmuckgeschäft.

In Germering

Aktenzeichen XY stellt Raubüberfall nach

  • vonHans Kürzl
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Die Stadt war zum wiederholten Mal Drehort für die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY, in der zu Fahndungszwecken ungeklärte Kriminalfälle einem Millionenpublikum gezeigt werden. Dieses Mal wurden zwei Raubüberfälle auf ein Schmuckgeschäft nachgestellt.

Germering – Wo genau die echten Überfälle stattgefunden haben, wird nicht benannt. „Wichtig ist, dass nicht schon im Vorfeld der Ausstrahlung genau erzählt wird, wo und wann das war, um die Täter auf keinen Fall zu warnen“, erklärt Margit Preiss von der Agentur Presse-Partner Preiss, die regelmäßig mit Produktionsfirmen aus dem Themenbereich Kriminalität zusammen arbeitet.

Wann der Film ausgestrahlt wird, der die Fahndung nach den Tätern unterstützen soll, ist noch unklar. Der Dreh sei gerade erst einmal abgeschlossen, so Preiss. Zum Sendetermin können deswegen noch keine genauen Auskünfte gemacht werden. „Der hängt außerdem davon ab, wie dringlich die Polizei den Fall macht.“ In der monatlich ausgestrahlten Sendung werden jeweils vier bis fünf Filmfälle gezeigt.

In Germering klappt immer alles einwandfrei

Dass dabei immer wieder Germering als Kulissengeber ausgewählt wird, ist kein Zufall. „Das klappt dort immer einwandfrei“, bestätigt Preiss die gute Zusammenarbeit mit den kommunalen Behörden. Denn nur in zwingenden Fällen, wo absolute Authentizität notwendig sei, werde an Originalorten gedreht. Ansonsten werde nur darauf geachtet, dass der Aufnahmeort ähnlich zum tatsächlichen Tatort ist. Einmal war beispelsweise der Wendehammer am Freibad wegen der Nähe zur Autobahn gewählt worden, weil in dem Originalfall Fahrgeräusche eine Rolle spielten.

Kein Geschäftsmodell

Nun musste es eben ein Schmuckgeschäft sein. „Vom Grundsatz her sehen sich solche Örtlichkeiten ähnlich“, erklärt Preiss. Auch Discounter seien ja im Prinzip gleich aufgebaut. Dann finde die Produktion dort statt, wo die Kosten am günstigsten seien.

Und so kam der Laden von Günter Luboss an der Einmündung der Frühling- in die Untere Bahnhofstraße ins Gespräch. „Ein Geschäftsmodell ist es nicht“, betonte Luboss am Rande der Dreharbeiten – auch wenn die Produktionsfirma natürlich Miete zahle. Er selber habe den Kunden rechtzeitig angekündigt, dass das Geschäft geschlossen sei. Dass sein Laden ausgewählt worden sei, sei aber natürlich ein gewisser Werbeeffekt in eigener Sache, gesteht Luboss.

Dass er am Drehtag vor Ort ist, ist wichtig. Nicht, weil er aufpassen muss, ob etwas beschädigt wird. Aber Luboss, weiß genau, an welchem Lichtschalter er drehen muss, um den Wünschen von Regisseur und Kameramann zu entsprechen.

Entlang der Unteren Bahnhofstraße führt das filmische Treiben kaum zu Störungen. Nur beim Dreh einer Szene, in der zwei Polizeibeamte aus ihrem Auto springen, müssen Passanten gebeten werden, auf die andere Straßenseite zu wechseln. Das Kennzeichen des Fahrzeugs zeigt an, dass sich der echte Tatort nicht in Oberbayern befindet.

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Im bayerischen Starnberg hat ein Trickdieb die Freundlichkeit einer Seniorin schamlos ausgenutzt. Die Polizei fahndet jetzt nach dem Mann. 

In der neuen Folge von „Aktenzeichen XY... ungelöst“ im ZDF geht es um einen Fall, der sich in München abgespielt hat. Dabei wurde ein Mann brutal verprügelt.

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