An den Germeringer Schulen und Kitas werden täglich rund 1100 frisch gekochte Mahlzeiten ausgegeben.

Germering

An den Schulen wird gut gekocht

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Die Stadt versorgt die Kinder in ihren Schulen und Kitas täglich mit rund 1100 Essen, die in zwei Großküchen und drei kleineren frisch zubereitet werden. Dabei wird immer mehr Wert auf Regionalität, Saisonalität und Bioqualität gelegt.

Germering – Barbara Paech vom städtischen Sozialamt und Stefan Greil, Küchenchef der Wittelsbacher Schule, haben den Mitgliedern des Sozialausschusses einen umfangreichen Bericht über die Essensversorgung an den Schulen und Kitas gegeben. Anlass war laut OB Andreas Haas der Forderungskatalog des Klimaschutzbündnisses Germering for Future, der unter anderem einen Anstieg von veganer und vegetarischer Ernährung sowie von biologischen und regionalen Lebensmitteln in den Schulmensen auf 75 Prozent beinhaltet.

Die Zusammenstellung der Verwaltung zeigt zum einen, dass die Essenszahlen an den Schulen aber auch an den Kitas in den vergangenen Jahren immer höher geworden sind: „Mittlerweile nehmen nahezu alle Kinder am Mittagessen teil.“ Die Stadt bewältigt dies an den Großküchen der Wittelsbacher- und Kirchenschule sowie an drei kleineren Küchen in den Kinderhäusern Kleiner Muck und Abenteuerland sowie im Kinderhort der Kleinfeldschule. Nicht mit einberechnet ist die vom Sozialdienst betriebene Küche der Kerschensteiner Schule.

Insgesamt sind in den städtischen Küchen zwei Köchinnen, ein Koch und 14 Küchenkräfte tätig. Sie bereiten täglich bis zu 1075 Essen zu. Dabei wird der Wareneinkauf laut Barbara Paech seit zehn Jahren durch eine einheitliche Speiseplangestaltung aller Einrichtungen preislich optimiert. Gestaltet wird der Plan von Küchenmeister Stefan Greil. Er kümmert sich auch maßgeblich um die Umsetzung von Empfehlungen eines Projekts der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Bayern. Ziel ist eine Qualitätsverbesserung des Essens und die Einhaltung der Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Beim Wareneinkauf wird laut Paech größtes Augenmerk auf Regionalität gelegt. Allerdings stößt man hier schnell an Grenzen: „Die erforderliche Menge an Kartoffeln kann nicht immer von lokalen Landwirten geliefert werden.“ Auch die benötigten Fleischmengen seien von örtlichen Metzgern nicht lieferbar.

Der Anteil an Bio-Produkten bei den Grundnahrungsmitteln liegt derzeit bei rund 36 Prozent. Würde man auf 100 Prozent umstellen, würde sich der Essenspreis wohl verdoppeln. Dass die Eltern das nicht mitmachen würden, hat die Stadt schon vor Jahren erfahren. Eike Höppner (SPD) erinnerte an eine Befragung, bei der die Stadt genau dies erkunden wollte. Die Antwort sei eindeutig negativ gewesen.

Agnes Dürr (Grüne), selbst Biobäuerin, wies allerdings darauf hin, dass es mittlerweile spezielle Bio-Großhändler gebe, die bei großen Mengen auch günstigere Bedingungen anbieten. Sie war darüber hinaus aber auch der von Eike Höppner vertretenen Meinung, dass schon ein täglich frisch gekochtes Essen sehr wertvoll sei.

Kritische Anmerkungen steuerte Maximilan Streicher bei. Die DGE-Forderung, dass an acht von 20 Tagen Milchprodukte angeboten werden müssen, spreche nicht unbedingt für eine ausgewogene Ernährung: Wenn es sich um Stracciatella-Pudding handelt, sei das nicht gesund.

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