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Bäderleiter Gerd Felder vor dem Schwimmerbecken. Abgetrennte Längsbahnen sollen dafür sorgen, dass sich Schwimmer nicht zu nahe kommen. 

Germering

Bäderspaß ohne Wellen und Rutsche

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Das Freibad startet am Montag mit coronabedingter Verspätung in die Saison. Allerdings müssen umfangreiche Vorgaben eingehalten werden. Unter anderem dürfen sich nur rund 1000 Menschen gleichzeitig im Bad aufhalten – am besucherreichsten Tag 2019 wurden rund 6000 Gäste gezählt.

Germering – Bäderleiter Gerd Felder und Mitarbeiterin Edeltraud Felser sind mehr als zufrieden, dass es endlich los geht. „Das gesamte Team, die Stadtwerke, die Verwaltung und OB Andreas Haas. Jeder Mitarbeiter bis hin zum Azubi hat darauf hingearbeitet, dass wir es schaffen“, sagt Felder. Und es wurde geschafft. Das Freibad erfüllt alle Vorgaben des Freistaats und kann am Montag die Badesaison einläuten.

Mit Abstand

Das kleine Wärmebecken ist ab Montag voll zugänglich, lediglich die Rutsche wird gesperrt. Die darüber liegende Terrasse des Restaurants ist schon jetzt geöffnet.

Dass es keine normale wird, sieht man schon am Eingang. Mit Hilfe von großformatigen Bannern, auf denen idyllische Fotos den ganzen Glanz des Bades zeigen, wurden separierte Eingangs- und Ausgangsbereiche geschaffen. Die ankommenden Besucher müssen in ausreichendem Abstand – am Boden befinden sich alle zwei Meter Markierungen – warten, bis sie noch vor der Eingangstür von Securitykräften begrüßt werden. Hier müssen wie in Gaststätten Listen mit Name und Erreichbarkeit ausgefüllt werden. Am Eingang stehen auch Desinfektionsmittelspender. Um die wahrscheinlich in längeren Schlangen anstehenden Besucher vor zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen, werden Schirme aufgestellt.

Kassenautomat außer Kraft im Freibad Germering

Hat man diese Pforte passiert, geht es für jeden an die mit Plexiglasscheiben abgeschirmte Kasse – die Kassenautomaten sind außer Kraft gesetzt. Dort wird das Ticket gelöst oder die vorhandene Dauerkarte vorgezeigt. Erst dann geht es über das immer schon vorhandene Drehkreuz durch den Umkleidebereich aufs Badgelände.

Der Zugang zum Bad ist klar geregelt. Bäderleiter Felder erklärt das System, für das eigens Trennwände mit Freibad-Fotos geschaffen worden sind. 

Die Tatsache, dass jeder Besucher zur Kasse muss und auch keine Vorab-Onlinereservierung möglich ist, begründet Felder so: „Jeder soll die Möglichkeit haben, das Bad zu besuchen.“ Weil nur ein Besucher pro 20 Quadratmeter erlaubt ist, dürfen sich immer nur rund 1000 Gäste im Bad tummeln. Die Zahl kann laut Felder relativ genau ermittelt werden. Die zuströmenden Besucher werden automatisch an der Kasse gezählt. Wer das Bad verlässt, wird vom Securitypersonal erfasst.

Keine Wellen im Freibad Germering

Im Bad selbst wirkt alles wie in Vor-Coronazeiten. Der Eindruck täuscht allerdings. Im Wellenbecken kann man sich ab Montag zwar abkühlen – allerdings werden wegen der Aerosolbildung keine Wellen erzeugt. Das Wärmebecken ist auch ganz normal zu benutzen – nur auf die Rutsche muss man verzichten. Im großen Schwimmerbecken wird mit zusätzlichen Abtrennungen der Längsbahnen dafür gesorgt, dass man sich nicht zu nahe kommt. Im ganz normal geöffneten Springerbecken gewährleistet eine eh schon vorhandene Ampel am Sprungturm, dass die Abstände eingehalten werden.

Der Kinderbereich im Freibad Germering

Ohne jegliche äußere Einschränkung geht nur der Kinderbereich in Betrieb. „Wir setzten hier auf die Eigenverantwortung der Eltern. Anders geht es nicht“, erklärt Gerd Felder. Auf die Einsicht der Besucher zählt das Bäderteam auch beim Belegen der großen Liegewiese – die Tribünenbereiche an den Beckenrändern sind abgesperrt, hier darf man sich nicht aufhalten. Wegen der maximalen Besucherzahl wird es auf der Wiese aber zu keinen Problemen kommen, glaubt Felder. „Wer es ins Bad schafft, kann sich auf paradiesische Zustände freuen,“ prophezeit der Bäderleiter.

Maskenpflicht in allen innen liegenden Bereichen im Freibad Germering

Von den coronabedingten Vorgaben betroffen sind auch die Dusch-, Sanitär- und Umkleidebereiche. Die Duschen sind wegen der Enge und der Aerosolverteilung geschlossen. Jedes zweite Waschbecken ist unzugänglich gemacht und die Föhne vom Stromnetz genommen. Die Garderoben im Innenbereich sind ebenfalls versperrt. In allen innen liegenden Bereichen herrscht Maskenpflicht. Sämtliche Türen sind hier durchgehend offen, um für eine ausrechende Durchlüftung zu sorgen.

Ebenfalls geöffnet ist ab Montag der Kiosk des Freibad-Restaurants. Dort muss der Betreiber selbst für die Umsetzung der Vorgaben sorgen.

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