An Stelle des früheren Möbelhauses Grollmus an der Landsberger Straße soll ein digitales Zentrum entstehen.
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An Stelle des früheren Möbelhauses Grollmus an der Landsberger Straße soll ein digitales Zentrum entstehen.

Germering

Bau eines digitalen Zentrums rückt näher

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Auf dem Gelände des früheren Möbelhauses Grollmus an der Landsberger Straße soll ein Zentrum für digitale Bildung und Co-Working entstehen. Jetzt hat der Stadtrat die Aufstellung eines Bebauungsplanes dafür auf die Wege gebracht.

Germering – Für die Entwicklung des Bahnhofareals inklusive des früheren Grollmus- Geländes liegen seit vier Jahren Pläne des Landshuter Büros Leinhäupl/Neuber vor. Das hatte mit seinen Entwürfen den von der Stadt ausgeschriebenen Ideen- und Realisierungswettbewerb gewonnen. Der Stadtrat beschloss die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Aber dann passierte nichts mehr. Grund: Die Eigentümer des Hotel Huber, deren Grundstück im Kern des Entwurfes stand, waren nicht mehr an einer Umsetzung der Planung interessiert.

Im Juli ist wieder Bewegung in die Sache gekommen. Docuware- Gründer Jürgen Biffar hat nach dem Rückzug aus der Geschäftsführung aus dem Verkaufserlös seiner Anteile mit Ehefrau Michaela Wienke die Stiftung Digitale Bildung gegründet. Im März hat die Stiftung das Grollmusareal gekauft, mit dem Ziel, hier ein Zentrum für digitale Bildung zu errichten.

Es sollte vor allem künftiger Vereinssitz des von Biffar initiierten Digiclubs werden. Weil das 1500 Quadratmeter große Areal für diesen Zweck aber zu groß ist, suchte Biffar einen Partner und fand ihn mit Benedict Padberg. Der betreibt in Wörthsee ein so genanntes Co-Working-Center und hatte laut Biffar schon früher Pläne, so etwas auch in Germering zu realisieren. Co-Working richtet sich vor allem an Soloselbstständige und Start-Up-Unternehmer, die zu günstigen Festpreisen Büroflächen mit Komplett-Service und modernster Ausstattung mieten können. Attraktiv werden diese Center durch integrierte Cafés, Event- und Wellnessbereiche sowie die Möglichkeiten, Netzwerke zu bilden.

Im Juli wurden die Pläne erstmals im Bauausschuss vorgestellt. Die Mitglieder waren durchweg begeistert vom Projekt und empfahlen dem Stadtrat die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Dieser beurteilte die Pläne am Donnerstag bei der Sitzung in der Stadthalle ähnlich positiv. Das Verfahren wurde ohne Gegenstimme eingeleitet.

Mit im Umgriff der Pläne befindet sich das Grundstück östlich des noch stehenden Möbelhauses. Das hat die Stadt gekauft. Hier soll ein fünf- und ein dreistöckiges Gebäude errichtet werden. Die genaue Nutzung steht laut OB Andreas Haas aber noch nicht fest.

Das digitale Zentrum und die Gebäude auf dem Grundstück der Stadt sollen durch eine gemeinsame Tiefgarage erschlossen werden. Die Einfahrt vom bestehenden Wirtschaftsweg der Landsberger straße aus könnte entweder über das städtische Grundstück oder über das digitale Zentrum erfolgen.

Befürchtungen, dass die Hirschauer Straße künftig für Autos gesperrt wird, korrigierte Stadtbaumeister Thum. Das sei nicht geplant. Die Straße solle zunächst weiter für Autos, Radfahrer und auch Fußgänger offen bleiben. Sollte sich aber in zehn Jahren herausstellen, dass die Zufahrt für Autos nicht mehr benötigt wird, könne man das leicht ändern.

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