Die Bebauung des Kreuzlinger Feldes ist eines der Aufregerthemen.
+
Die Bebauung des Kreuzlinger Feldes ist eines der Aufregerthemen.

Germering

Bürgerbegehren gegen die Baupläne am Kreuzlinger Feld

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
    schließen

Die Bürgerinitiative (BI) für ein lebenswertes Germering will die gelante Bebauung des Kreuzlinger Feldes mit einem Bürgerbegehren verhindern. Ab nächsten Donnerstag sollen die Unterschriften dafür gesammelt werden.

Germering - Die BI Für ein Lebenswertes Germering kämpft seit drei Jahren gegen die aus ihrer Sicht zu dichte Bebauung des Kreuzlinger Felds. Im Februar 2018 übergaben die Initiatoren um Sprecher Thomas Langnickel 639 Unterschriften gegen die damaligen Pläne. Rund 1000 neue Wohnungen für bis zu 200 Menschen in einer bis zu fünfstöckigen Bebauung standen damals ur Debatte.

Die Zahlen haben sich mittlerweile zwar leicht nach unten verschoben, ein fünftes Stockwerk wurde ganz aus der Planung gestrichen. Kurze vor dem Ende des laufenden Bebauungsplanverfahrens hat die BI aber nicht den Eindruck, dass ihre Einwände ernst genommen worden sind. Langnickel: „Nichts von dem wurde umgesetzt.“

Bürgerbegehren Kreuzlinger Feld: 2500 Unterschriften nötig

Die aktiven Vertreter der BI haben sich deswegen dazu entschlossen, ein Bürgerbegehren zu starten. trotz der widrigen Umstände wegen der corona-bedingten Kontaktbeschränkungen ist Langnickel zuversichtlich, dass genügend Unterschriften gesammelt werden können. Um einen Bürgerentscheid zu erreichen, ist die Unterstützung von rund 2500 wahlberechtigten Germeringern notwendig. Seine Zuversicht gründet Landgnickel unter anderem auf die Tatsache, dass die BI in den vergangenen Jahren nicht nur zahlreiche Kontakte aufgebaut habe, sondern auch schon zweimal Unterschriften gesammelt habe – im November übergaben Vertreter der BI weitere 1400 Unterschriften an OB Andreas Haas, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Bürgerbegehren Kreuzlinger Feld: Das sind die Kritikpunkte

Die Kritik der BI richtet sich nach wie vor gegen die Höhe der Gebäude, die Art der Bebauung mit bis zu 50 Meter lange Gebäuderiegeln und die zu erwartende Verkehrsbelastung für das gesamte Stadtgebiet.

Thomas Langnickel legt Wert darauf, dass es der BI nicht darum geht, jegliche Bebauung des Kreuzlinger Feldes zu verhindern. Die jetzigen Pläne gingen aber zu Lasten aller Germeringer. Ziel des Begehrens sei deswegen, die laufenden Planungsverfahren für den Bauabschnitt I (Wohnbebauung) und Bauabschnitt II (Nahversorger, Schule und Kinderbetreuung) zunächst anzuhalten.

Mit einem Bürgerentscheid soll das Verfahren dann endgültig gestoppt werden und der Weg für ein neues, zeitgemäßes Planungsverfahren frei gemacht werden.

Auch interessant: Knappe Entscheidung im Stadtrat: Germering stimmt pro Briefzentrum

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare