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Reger Betrieb herrschte an den Ständen und in den Hallen am Berufsinformationstag.

Firmen stellen sich vor

Viele Infos vor dem Start ins Berufsleben

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Auf die Frage: „Was will ich mal werden?“, haben in Germering jetzt 95 Firmen versucht eine Antwort zu finden. Dort fand jetzt die Berufsinformationsmesse statt

Germering – Die Berufsinformationsmesse, die der Wirtschaftsverband für alle weiterführenden Schulen am Carl-Spitzweg-Gymnasium und an der Realschule anbietet, war wieder ein voller Erfolg. Rund 95 Firmen und Organisationen stellten sich den Fragen der Schüler. Diese zeigten sich in vielen Fällen bereits gut über ihren Berufswunsch informiert.

„Die Fragen kommen schon sehr gezielt“, stellte Rainer Bertram, Kreis-Geschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) fest. Das zeige das Interesse an den Ausbildungswegen, die man von der Kinderbetreuung bis hin zum Pflegebereich anbiete. Vorsichtshalber erklärt Bertram den Schülern aber aber auch, dass Schicht- und Wochenenddienst beim BRK Alltag ist. „Wer Spätdienst hat, kommt halt dann erst um 22.30 Uhr zur Party.“

Arbeitszeit ist ein wichtiger Faktor

Sechs bis acht ernsthafte Interessenten würden sich nach so einem Infotag melden. „Dafür lohnt sich der Aufwand, mit einem Stand vor Ort zu sein“, so Rainer Bertram. Dass bei Kinderbetreuung und Pflegebereich ein großer Bedarf bestehe, sei bekannt. Das sei aber für das Zustandekommen eines Ausbildungsverhältnisses kein Grund. Fragen würden vor allem nach der Dauer der Ausbildung und den Aufstiegsmöglichkeiten kommen.

Die Arbeitszeiten sind für die Jugendlichen wichtig, aber nicht das große Problem. Dies hat Christine Förster-Grüber, Leiterin der Stadtbibliothek, in den Gesprächen mit den Schülern festgestellt. „Man weiß schon, dass sich die Arbeitswelt verändert hat und man bei den Zeiten flexibel sein muss.“ So kann sich die Bibliothekarin bei den Beratungen mit den Jugendlichen darauf konzentrieren, welche Aufgaben in einer Bibliothek auf sie warten.

Transgourmet war das erste Mal dabei

Neben dem Stand der Bibliothek war auch der Börsenverein des Deutschen Buchhandels vertreten. Die für Aus- und Fortbildung zuständige Diana Mihaljevic erleichterte den Schülern den Einstieg in die Beratung mit einem Trick. „Viele verlieren bei der Frage, was sie denn so zuletzt gelesen haben, die Scheu.“ Viele würden dann sehen, dass es ein lebendiger Beruf ist, der in digitaler wie gedruckter Form interessant sei. Das zu vermitteln, sie ein Grund für die Präsenz an dem Berufsinfotag. Auch Verlage, die nach Auszubildenden fragen, würden profitieren.

Die Bücherecke (v.l.): Maike Grohs und Diana Mihaljevic (Börsenverein) und Christine Förster-Grüber (Bibliothek).

Der Eichenauer Lebensmittellogistiker Transgourmet war zum ersten Mal bei der Messe vertreten. „Wir wollen uns in der Region vorstellen“, erklärt Schichtdienstleiter Jonas Jedelhauser. Weil man nicht für den Endverbraucher arbeite, sei man bislang nicht so bekannt.

Berufsgruppenvertreter für alle Schularten

Dagegen müssen die Elternbeiräte von Realschule und CSG nicht mehr am Bekanntheitsgrad des Infotages arbeiten. „Viele Aussteller suchen schon die Nähe zu den Schulen und schätzen sie auch“, sagt Navid Erami, stellvertretender Elternbeiratsvorsitzender des CSG. Neue Bewerber würden sich mitunter von selbst melden. Man achte darauf, dass Berufsgruppen, die Abiturienten und Realschüler ansprechen, ausreichend vertreten sind.

Die Elternbeiräte Jacqueline Fankhänel (Realschule) und Navid Erami (CSG) haben den I nfotag mitorganisiert.

Allerdings hilft man schon ein wenig nach, um das Interesse der Schüler zu wecken. Für die 10. und 11. Klassen des CSG und die 9. und 10. der Realschule ist der Besuch verpflichtend. Mit einer Art Laufzettel, wo drei Standbesuche und zwei Vorträge nachgewiesen werden müssen, wird das kontrolliert. Jacqueline Fankhänel, sie ist stellvertretende Beiratsvorsitzende der Realschule, hat zudem erneut festgestellt: „Auch die 8. Klassen interessieren sich.“ So lohne sich der organisatorische Aufwand.

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