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Gut gelaunt und gut organisiert: Die Burschenschaft Germering hatte Wiesenrauschen und Open-Air-Clubbing bestens im Griff.

Wiesenrauschen und Open-Air-Clubbing

Burschen feiern doppelt gut

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Zwei Events der unterschiedlichsten Art an zwei Tagen aufeinander. Die Burschenschaft Germering brachte Biergartenflair und fetzige Party unter einen Hut. Gut 900 Besucher hatten jedenfalls bei Wiesenrauschen und Open-Air-Clubbing gute Laune.

Germering – Ein paar Besucher hat es tatsächlich gegeben, die an beiden Tagen an der Augsburger Straße aufschlugen. Moni Lekic und Ehemann Davor zählten dazu. „Am Freitag waren wir für uns und am Samstag zusammen mit den zwei Töchtern“, erzählt Moni Lekic. Am Samstag seien sie fast froh gewesen, dass sie die Mädels mitgenommen haben, schmunzelt die 39-Jährige. Aber die beiden Töchter wüssten schon, dass wir gerne abtanzen. „Wir haben das dann für uns gemacht und die beiden mit ihren Freunden.“

Dass es Gäste an beiden Tagen auf das Wiesenareal an der Augsburger Straße zog, war allerdings eher die Ausnahme. Denn Musik, Ambiente und auch Dresscode unterschieden zwischen Wiesenrauschen am Freitag und Open-Air-Clubbing doch deutlich.

Bundesliga-Eröffnung zum Wiesenrauschen

Tracht, Dirndl und Lederhosen bestimmten am Freitag das Bild und die Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr den Ton. Die hielt sich sogar beim oft wie einer Art Dauerschleife gespielten „Prosit der Gemütlichkeit“ zurück. Dafür orderte der musikalische Leiter Florian Loch ab und zu von der Bühne aus ein paar Halbe. „Als Marschverpflegung für den Abend, weil Musik Durst macht.“

Zusammensitzen und ratschen: Beim Wiesenrauschen am Freitag ging es eher beschaulich zu.

Rund 350 Besucher, so schätzte Burschenchef Lukas Huber, hätten sich am Freitag davon anstecken lassen – „von der Gemütlichkeit und auch vom Durst. Die Hoffnung Hubers, dass nach der Bundesliga-Eröffnung zwischen dem FC Bayern und Hertha BSC noch ein paar Besucher nachkommen, erfüllte sich aber nicht.

Eine Absage sei trotz etlicher Wolken am Himmel nie ein Thema gewesen, erklärte er. „Die letzte Frist das zu verschieben war am vergangenen Dienstag“, so Huber. Man habe ja bereits Speisen und Getränke eingekauft. Das könne man nicht unbeschränkt lange lagern. Der Plan B hätte sich am Vorjahr orientiert, als Kälte und Regenwetter geherrscht hatten. „Die Besucher hätten sich dann halt in den überdachten Bereichen vor den Bars aufhalten müssen“, sagte der Vorsitzende der Germeringer Burschenschaft.

Kühle aber trockene Abende

„Natürlich waren wir erleichtert, dass es an beiden Tagen trocken geblieben ist“, freute sich Huber. Die etwa 18 Grad, die an beiden Abenden herrschten, taugten zwar nicht unbedingt für das Gefühl, eine Party in lauer Sommernacht zu erleben.

Prosit der Gemütlichkeit: Die Blaskapelle der Feuerwehr Unterpfaffenhofen mit Dirigent Florian Loch.

Doch dann kam halt auch die Lederjacke aus dem Kleiderschrank oder der Fanschal zur Geltung, den zwei Sechzger-Fans trotz des mäßigen 0:0 der Löwen am Samstag gegen Meppen anbehalten hatten. Die Stimmung hatten sich weder sie noch die rund 550 anderen Besucher des Open-Air-Clubbing sowieso nicht verderben lassen.

Sie nutzten die Freifläche, die die Burschen zwischen den beiden Tagen vor der Bühne zum Tanzen geschaffen hatte, mit zunehmender Dauer mehr und mehr. Am Samstag waren nur in einem seitlichen Bereich einige Biertisch-Garnituren aufgebaut. Wer da noch auf Biergarten aus war, wurde am zweiten Tag bereits von weitem von wummernden Bässen und Technosound vorgewarnt.

Burschenschaft ist von Doppel-Party überzeugt

Allerdings brauchte die Stimmung beim Open-Air-Clubbing eine Weile, um sich so richtig warmzulaufen. Erst ab 22.15 Uhr mit dem Auftritt von Hauptact DJ KayC, für den die Burschen recht kräftig auch in den sozialen Netzwerken Werbung gemacht hatten, kam so richtig Bewegung ins Publikum. Und im Gegensatz zum Freitag kamen auch in den späteren Abendstunden immer noch weitere Besucher hinzu.

In Action: DJ KayC heizte am Samstag kräftig ein.

Für den Vorsitzenden der Burschen waren beide Tage ein deutliches Zeichen dafür, „dass unser Konzept mit den zwei Partys ankommt“. Selbst wenn der Andrang überschaubar gewesen sei, sei man doch zufrieden. „Vor allem im Vergleich zum Vorjahr, wo es uns die Sache doch ziemlich verregnet hat.“

Man könne zufrieden Bilanz ziehen und sagen, dass sich die Mühen für den Verein gelohnt hätten. Für die Burschenschaft stehe daher fest, dass man die beiden unterschiedlichen Partys so ebenso im kommenden Jahr wieder stattfinden lassen werde. „Darauf freuen wir uns jetzt schon“, so ein gut gelaunter Burschenchef Huber abschließend.

Die Burschen aus Unterpfaffenhofen hatten bei ihrem Fest im Mai auch Glück mit dem Wetter.

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