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Auch das Deckblatt des neuen Wahlkampfmagazins der Germeringer CSU ziert der OB Andreas Haas. 

Kommunalwahl 2020

CSU setzt im Wahlkampf aufs Gespräch

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Die CSU leitet vier Wochen vor der Kommunalwahl die heiße Phase des Wahlkampfs ein. In den nächsten Tagen wird flächendeckend ein Magazin verteilt, in dem Wahlprogramm und alle Kandidaten vorgestellt werden.

Germering – „Mehrseitig“ heißt das 48-Seiten-Heft, mit dem die CSU in die letzte Phase des Wahlkampfs zieht. Der Titel lehnt sich an den Slogan an, den die Partei schon bei der Aufstellung von OB Andreas Haas zum erneuten Bürgermeisterkandidaten im vergangenen Juni präsentiert hat: „Miteinander Ger-mehr-ing machen“. Gemeinsam mit CSU-Ortschef Oliver Simon und Fraktionssprecherin Manuela Kreuzmair stellte Haas jetzt das Programm im Bistro des Hotel Paintner noch einmal schlaglichtartig vor.

Manuela Kreuzmair wies dabei darauf hin, dass man das Programm nicht als etwas völlig Neues betrachten dürfe: „Es handelt sich um die Fortschreibung dessen, was wir in den vergangenen Jahren gemacht haben.“ Der Slogan des „Miteinander mehr machen“ soll auch dafür stehen, dass die CSU in einen Dialog mit den Bürgern treten wolle, verdeutlichte Oliver Simon. Man verzichte im Wahlkampf deswegen bewusst auf die üblichen Veranstaltungen, wo ein Redner den Besuchern eineinhalb stundenlang irgendetwas erklärt. Die Kandidaten der CSU wollen stattdessen verstärkt das Gespräch mit den Menschen suchen und haben auch spezielle kleinere Formate entwickelt. Da werden die Germeringer beispielsweise „Auf einen Kaffee“ oder „Auf ein Bier“ mit OB Haas und anderen Kandidaten geladen. Am kommenden Sonntag, 11 Uhr, wird die Reihe mit einem Weißwurstfrühstück im Hotel Paintner fortgesetzt.

Stadtentwicklung ist ein zentrales Thema der CSU

Das Programm selbst umfasst sechs Schwerpunkte. Es beginnt mit der Stadtentwicklung, wo aus Sicht von Simon unter anderem verstärkt Wert auf interkommunale Zusammenarbeit gelegt werden muss. Die Entwicklung von Freiham zeige deutlich, dass sich Germering in der Landeshauptstadt mehr Gehör verschaffen müsse.

Beim Thema Stadtentwicklung spielt auch die Entwicklung des Volksfestplatzes eine wichtige Rolle. Das jetzige Provisorium mit der neuen Parkregelung habe zumindest schon einmal eines gebracht: „Der Wochenmarkt ist sicherer geworden.“

Es soll ein Konzept zur Verkehrsentwicklung geben

Der Punkt „Wirtschaft und Finanzen“ ist laut OB Haas zentral, weil ein „Leben miteinander“ nur mit finanziellen Mittel möglich ist. Haas: „Wir müssen weiter auf einen soliden Haushalt bauen.“ Anders sei die gute Infrastruktur Germerings nicht zu halten. Wichtig ist dabei für Oliver Simon auch die gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und dem Wirtschaftsverband. Er könne sich zudem vorstellen, dass sich in der Stadt Start-Ups ansiedeln oder beispielsweise auf dem Kasernenareal neuartige Arbeitsplätze nach dem Modell „CoWorkingSpaces“ entstehen.

Zum Thema Verkehr meinte Haas, dass der Anstieg unbestreitbar sei: „Er hat mehr zugenommen als die Bevölkerung.“ Die Stadt will deswegen ein Gesamtkonzept erstellen lassen, dass ganz Germering Stadt und das Umland modellhaft wiedergibt und Lösungsmöglichkeiten aufzeigt.

Das gesamte Programm ist nicht nur in der Broschüre nachzulesen. Es steht auch auf www.germehring.de.

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