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Trotz tropischer Temperaturen war das Testspiel der 60er im Waldstadion des SC Unterpfaffenhofen gut besucht.

TSV 1860 München gegen FC Basel

Löwen-Testspiel wird zum Familienfest

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Fußball-Drittligist TSV 1860 München hat im Waldstadion des SC Unterpfaffenhofen sein drittes Testspiel absolviert. Es ging gegen de FC Basel. Für viele kleine Fans war es die Gelegenheit, ihren Idolen einmal ganz nah zu sein.

Germering – Auf die Löwen-Fans ist Verlass. Selbst tropische Temperaturen von 35 Grad konnten die immerhin knapp 1500 Zuschauer nicht abhalten, ins Unterpfaffenhofener Waldstadion zu pilgern. Dort fand am Mittwochabend das dritte Testspiel des Drittligisten TSV 1860 München gegen den Schweizer Erstligisten FC Basel statt. Bereits zwei Stunden vor dem Anpfiff füllte sich das Stadion mit den ersten Löwen-Anhängern.

Das Spiel gewann der 20-fache Schweizer Meister mit Cheftrainer Marcel Koller mit 5:1 (3:0) standesgemäß. Den Ehrentreffer für die Löwen erzielte Dennis Dressel mit einem fulminanten Distanzschuss aus 20-Metern.

Lediglich Wildparker machten der Polizei Germering arbeit

Doch das Ergebnis war für den Abteilungsleiter des SC Unterpfaffenhofens, Sebastian Kotyk, eher zweitrangig. Für ihn stand das gelungene Event im Vordergrund. Nach dem Spiel atmete er einmal tief durch, erleichtert, dass alles ohne Zwischenfälle verlief. Er hatte bei 400 im Vorhinein verkauften Tickets mit 1000 Besuchern gerechnet. Um so glücklicher war er, dass auch bei den offiziell verbuchten 1500 Besuchern alles friedlich blieb. „Ich habe von den Vereinen, der Vermarktungsfirma und auch von den Fans nur positive Resonanz bekommen“, freute sich Kotyk. Mehr als 50 Freiwillige vom SCU sorgten zusätzlich dafür, dass bei dem Spiel alles nach Plan verlief.

SCU-Oldie Manfred Spachtholz hat für das Spiel noch einmal sein altes Löwentrikot aus dem Schrank gekramt.

Bei der Germeringer Polizei zog man ebenfalls ein positives Resümee. Bis auf ein paar Wildparker, die ihren Wagen im Halteverbot abstellten und daraufhin von der Polizei verwarnt wurden, war alles ruhig. „Wir mussten nur den Verkehrsfluss an der Bertha-von-Suttner-Straße regeln,“ sagt Polizei-Vize Andreas Ruch, „weil auch durch die vielen Besucher des Freibads sonst ein Verkehrschaos entstanden wäre.“ Ansonsten gab es keine Einsätze – auch nicht für die Sanitäter – freut sich Ruch.

Viele Kinder waren im Stadion und hatten nach dem Spiel die Gelegenheit ihren Stars ganz nah zu sein

Ein Fan freute sich über etwas ganz anderes: „Bei euch gibt’s wenigstens bis zum Schlusspfiff noch kaltes Bier. Das war in Geretsried nie der Fall.“ Denn immer wenn der FC Basel zur Vorbereitung auf den Saisonstart in Rottach-Egern sein Trainingslager bezieht, haben sich die Löwen und Basel auf dem Platz getroffen. In der Regel fand die freundschaftliche Begegnung eben in Geretsried statt. Der Verein musste diesmal aber passen und so kam über den ehemaligen Teammanager der Löwen, Florian Weitz, ein Ur-Germeringer, wie Kotyk weiß, die Austragung im Waldstadion zustande. Der SCU profitiert allerdings nicht von den Eintrittsgeldern (zehn Euro, ermäßigt acht Euro), die sich am Ende die beiden auf dem Spielfeld stehenden Vereine teilten. Und auch vom Getränke- und Essensverkauf floss nicht ein Cent in die Vereinskasse, sondern alles in die Vereinsgaststätte. Dennoch übernahm der SC Unterpfaffenhofen gern die Organisation für das Testspiel.

Viele Familien mit Kindern kamen am Mittwochabend ins Waldstadion, um die Giesinger hautnah zu erleben. So auch der achtjährige Florin Napast, der in der U9-Jugend beim SCU dem runden Leder nachjagt. Er sammelte ein Autogramm nach dem anderen auf seinem Sechziger-Trikot und auf seiner Löwen-Kappe. Und nach dem Schlusspfiff der Partie waren die kleinen und großen Fans dann auch nicht mehr zu halten und stürmten auf den Platz zu ihren Idolen. Wenngleich die Stadionsprecherin vorher schon darum bat, das Spielfeld anschließend nicht zu stürmen. Aber es blieb alles friedlich, wie bei einem großen Familienfest eben.

Löwen-Stürmer Markus Ziereis signierte das Trikot des achtjährigen Germeringers Florin Napast.

Wenig Einsicht zeigte Löwenfan Michael Reichel aus Freising, den man mit seiner Biotasche und vier Flaschen Mineralwasser am Eingang zurückwies. Er begründete die Mitnahme der Flaschen damit, dass er anschließend zur Nachtschicht müsse. Doch die Kontrolleure des Vereins hatten kein Erbarmen. Aus Sicherheitsgründen ist das Mitbringen von eigenen Getränken – wie bei allen anderen Großveranstaltungen dieser Art – auch im Waldstadion nicht erlaubt. Mürrisch zog er von dannen, um dann wenig später, als er seine Flaschen ins Auto gebracht hatte, ungehindert das Spiel genießen konnte.

Das sind die neuen Trikots der Löwen in der kommenden Saison. Hier finden Sie den Spielbericht zur Partie gegen den FC Basel

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