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Jäger warnen vor den Wildsäuen bei Germering.

Es war 170 Kilo schwer

Leberkäs vom Riesen-Wildschwein: Hofladen verarbeitet erlegte 170-Kilo-Wildsau

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Im Naherholungsgebiet bei Germering haben Jäger einen 170-Kilo-Keiler erlegt – ein Hofladen hat das Tier jetzt verarbeitet.

Update vom 23. September 2019: Die 170-Kilo-Wildsau, die Jäger vor kurzem im Wald bei Germering erlegt haben, gibt es mittlerweile im Hofladen der Familie Kirmair zu kaufen. 

Germering: 170-Kilo-Wildschwein erlegt - Hofladen verarbeitet Tier

„Alle Untersuchungen waren negativ“, sagt Werner Kirmair. Ein Großteil des Wildschweins wurde zu Wurst verarbeitet – die Kirmairs haben Salami, Cabanossi und Leberkäse hergestellt. Auch Wildsau-Schinken wird es bald geben. Der muss laut Kirmair aber noch drei bis vier Wochen lang reifen. 

Die Nachfrage nach Wild sei groß, erklärt Kirmair. Nach der Berichterstattung über den Jagderfolg hätten viele Kunden nachgefragt, wann man etwas davon kaufen kann.

Riesen Wildschwein in Germering erlegt: Nachfrage nach Wild ist groß

Ursprünglicher Artikel vom 17. September 2019:

Germering – Die Gegend rund um das Schusterhäusl im Wald oberhalb der Großen Kreisstadt ist äußerst beliebt. Spaziergänger, Jogger, Hundebesitzer und momentan auch Schwammerlsucher strömen in Scharen in den Wald. Seit einigen Jahren wird das Gebiet aber auch wieder von Wildschweinen bewohnt. Vor wenigen Tagen gelang den zuständigen Jägern ein spektakulärer Coup. Sie brachten einen rund 170 Kilo schweren Keiler zur Strecke. 

Wildschwein in Germering erlegt: Keine Chance gegen so ein Tier

Jagdpächter Werner Kirmair freut sich natürlich über den waidmännischen Erfolg – er mahnt aber auch zur Vorsicht. „Ein Mensch oder auch ein Hund haben gegen so ein Tier keine Chance“, sagt der Germeringer Landwirt. Das erlegte Exemplar habe riesige, messerscharfe Hauer gehabt. Begegnungen mit so einem gewaltigen Keiler seien schon tödlich ausgegangen.

Die borstigen Tiere mit den charakteristischen Steckdosen-Nasen sind auf dem Vormarsch. Bei Germering, wo viele Menschen in der Freizeit den Wald bevölkern, registriert sie Werner Kirmair seit etwa drei Jahren. Allein im vergangenen Jahr wurde ein knappes Dutzend Tiere in der Gegend erlegt.

Bezogen auf den gesamten Landkreis sind die Zahlen fast schon erschreckend. Wurden 2008 noch 87 Tiere zur Strecke gebracht, waren es zehn Jahre später bereits 687 Exemplare.

Die erlegte Wildsau. (Zum Vergrößern klicken)

Germering: Mais bietet Nahrung für Wildschweine

Gerhard von Hößlin, Kreisvorsitzender im Bayerischen Jagdverband, führt die Zunahme der Tiere auf mehrere Faktoren zurück: Die Winter werden immer milder, wodurch mehr Tiere die kalte Jahreszeit überstehen. Natürliche Feinde wie den Bär oder den Wolf gibt es im Landkreis schon lange nicht mehr. Und durch die Landwirtschaft können sich die borstigen Vierbeiner häufig an einen reich gedeckten Tisch setzen. Vor allem der verstärkte Anbau von Mais bietet dem Schwarzwild Nahrung im Überfluss. Und die Wildschweine sind extrem anpassungsfähig. So kommen sie auch im stark frequentierten Wald bei Germering zurecht, beobachten die Routen der Menschen und verstecken sich, wenn Zweibeiner im Anmarsch sind.

Wegen Wildschweinen: Waldbesucher sollen auf den Wegen bleiben

Deshalb appelliert Jagdpächter Werner Kirmair an die Waldbesucher, unbedingt auf den Wegen zu bleiben, dichten Wald zu meiden und nicht ins Unterholz vorzudringen. Ansonsten könne es unter Umständen zu sehr unangenehmen Begegnungen kommen. Wer eine Sau gegen sich aufgebracht hat und verfolgt wird, für den hat Kirmair nur einen Ratschlag: Schutz auf einem Baum suchen. Weglaufen bringe nichts. „Dafür ist die Sau einfach zu schnell.“

Der erlegte Riesen-Keiler wird jetzt übrigens routinemäßig vom Amts-Tierarzt auf Trichinen und durch eine weitere Kontrollstelle auf Becquerel untersucht. Fallen die beiden Untersuchungen negativ aus, wird das Wildschwein in der eigenen Hofmetzgerei zu Braten und Wurstwaren veredelt, erklärt Werner Kirmair. Einen ungewöhnlichen Fall gab es nun in Neuendorf: Ein Schwein verursacht gleich drei Verkehrsunfälle.

Interessant: So vertreiben Sie Wildscheine aus ihrem Garten

Vor Kurzem kursierte ein Foto, das ein 500 Kilogramm schweres Wildschwein zeigen soll. Wir haben mit einem Experten gesprochen, der uns seine Meinung zu dem Foto geschildert hat - inklusive verblüffender Erklärung. Im Landkreis Starnberg gibt es keine Wildschweinplage. Zu diesem Schluss kommt die Kreisjägerschaft nach Auswertung von Abschuss- und Schadenszahlen aus der Landwirtschaft. Es wurden fast 1000 Wildschweine erlegt – den Bauern ist das weiter zu wenig.

In Würzburg hatte die Polizei am Wochenende einen kuriosen Einsatz: Die Beamten mussten ein entlaufenes Huhn jagen - und suchen jetzt auf Facebook seinen Besitzer. Ein Autofahrer meldete der Polizei Zwiesel, dass er an der Bundesstraße 11 einen Tiger gesehen habe. Die Polizei hat jedoch eine ganz andere Theorie zum Tiger im Bayerischen Wald.

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Kommentare

KTMlerAntwort
(1)(0)

Melden Sie sich bei einer Beratungsstelle, wenn Sie mit ihrem Leben nicht klarkommen. Telefonnummern und Adressen finden SIe im Netz.

Mag Schuster
(0)(0)

Herzlichen Dank für die kostenlose Werbung!

AnderlAntwort
(0)(0)

"Es waren immer erstmal die einzelnen die die Welt verändert haben!", "...ich bin stolz darauf nicht wie hörige Lemminge der Meinung der engstirnigen, konservativen Mehrheit zu folgen...", "...einen Planeten ...in zwei Generationen zu zerstören". Das sind hohle Phrasen. So hohl, dass da nichts zu widerlegen ist.