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Im Reinraum der Firma Distec können Displays für Beatmungsgeräte staubfrei produziert werden.
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Im Reinraum der Firma Distec können Displays für Beatmungsgeräte staubfrei produziert werden.

In Germering

Sie helfen beim Bau von Beatmungsgeräten

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Corona-Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf müssen beatmet werden. Mit steigenden Infektionszahlen werden deshalb auch immer mehr Beatmungsgeräte benötigt. Die Germeringer Firma Distec baut Displays für die Instrumente und hat seine Produktion forciert.

Germering – Das an der Augsburger Straße sitzende Unternehmen stellt sogenannte TFT-Displays her, wie sie in vielen medizinischen Geräten gebraucht werden. Die Ärzte lesen von den Anzeigen wichtige Vitaldaten der Patienten ab. Die Nachfrage nach diesen Displays steigt deutlich, wie Distec-Geschäftsführer Matthias Keller bestätigt. „Vor allem aber ist die Lieferzeit natürlich wichtiger denn je.“ Die Firma sehe sich deshalb in der Pflicht, derartige Aufträge mit Priorität zu behandeln „und damit Leben zu retten“.

Das Unternehmen hat deshalb jüngst einen Auftrag für 50 Displays von Beatmungsgeräten vorgezogen. „Das war allerdings nur der Auftakt, ad hoc realisiert mit im Lager verfügbaren Komponenten“, sagt Keller. Bis Ende Mai werde die Firma – sofern es die Lieferketten zulassen – in Germering 3000 Display-Einheiten für Beatmungsgeräte bauen. Da alle Partner in der Lieferkette dasselbe Verständnis hätten, würden auch sie die Produktion entsprechend priorisieren.

Distec beliefert auch andere Firmen

Dass die Firma TÜV-zertifiziert ist und in einem sogenannten Reinraum die Displays staubfrei produzieren kann, beschleunigt die Verfahren dabei. Die medizinische Zertifizierung liege letztlich aber bei den Kunden, die die Displays in den Beatmungsgeräten verbauen. „Von diesen Kunden werden wir aber regelmäßig auditiert, das heißt in unserem Haus begutachtet“, sagt Keller. So seien die Abläufe bei Distec von den Kunden freigegeben.

Distec liefert auch Anzeigen für andere medizinische Geräte, zum Beispiel für Ultraschall-, Dialyse- oder EKG-Geräte. „Nicht alle Branchen verzeichnen aber gleichzeitig eine erhöhte Nachfrage“, sagt Keller. Das helfe dabei, die Kapazitäten dort einzusetzen, wo die Ware am dringendsten benötigt wird.

Viele Mitarbeiter arbeiten von zuhause aus

Distec hilft aber nicht nur durch eine beschleunigte Produktion. „Durch unsere guten Kontakte nach Asien konnten wir, unabhängig von unserer eigentlichen Mission, größere Mengen FFP2 Schutzmasken bestellen“, sagt Keller. Er hoffe, dass die begehrten Masken schon bald wie zugesagt eintreffen. Dann werde man diese an lokale Kliniken, Arztpraxen oder Seniorenheime verteilen.

An dem Unternehmen selbst geht die Corona-Pandemie freilich auch nicht spurlos vorüber. „Einige unsere Mitarbeiter arbeiten ganz oder teilweise von zu Hause aus“, sagt Keller. In Bereichen, in denen das nicht möglich sei – zum Beispiel in der Produktion oder im Lager – habe man ein Schichtsystem eingeführt. „Die Schichten haben untereinander keinen Kontakt, sodass bei einem Covid-19-Fall in einer Schicht die andere problemlos weiterproduzieren kann.“ Außerdem seien die Mitarbeiter auch in der Firma dazu angehalten, einen Mindestabstand von 1,50 Meter zueinander einzuhalten, sich häufig die Hände zu waschen und bereitgestelltes Desinfektionsmittel zu benutzen. „So halten wir das Infektionsrisiko möglichst niedrig.“ Zusätzlich werde jeder Mitarbeiter auch mit Schutzmasken für den Familiengebrauch ausgestattet – „um sich und die Familie beispielsweise beim Einkauf zu schützen“, sagt Matthias Keller.

Ein andere Firma im Landkreis produziert Desinfektionsmittel

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