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Graffiti-Sprayer aus Neuaubing haben die neu gestaltete Bande des Ballspielplatzes verschandelt. Ihr Tag „NAW 57“ ist links unten zu erkennen.

Täter kommen wohl aus Neuaubing

Sprayer verunstalten Spielplatz-Kunst

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Eine Sprayer-Gang aus Neuaubing treibt wohl ihr Unwesen in Germering. Mehrere öffentliche Anlagen wurden schon mit Graffitis verunstaltet. 

Germering – Städtische Einrichtungen für die Jugend sind offensichtlich ins Visier einer Sprayer-Gang aus dem benachbarten Neuaubing geraten. Innerhalb weniger Tage haben sie den Jugendspielplatz neben dem Großen Wertstoffhof an der Landsberger Straße und die neue Radler-Anlage am Starnberger Weg (Pumptrack) mit Graffitis verschmiert. Ihr so genannter Tag, wie das Erkennungszeichen von Sprayern in der Szene heißt, lässt aus Sicht der Polizei auf eine Gruppe aus Neuaubing schließen: „NAW 57“ steht für Neuaubing West und die Buslinie 57, die von Neuaubing-West zum Laimer Platz geht.

Am Jugendsportplatz haben die Neuaubinger Sprayer Graffiti-Kunst verunglimpft, die erst vor wenigen Tagen im Rahmen eines Festes groß eingeweiht worden ist. Rund 20 Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 17 Jahren hatten in tagelanger Arbeit die Banden des Ballspielplatzes farbenfroh neu gestaltet. Der Spielplatz war vor dreieinhalb Jahren wenige Wochen nach der Eröffnung schon einmal das Ziel von Randalierern – damals war nach dem Zünden von Böllern der Sportboden und die Banden in Flammen aufgegangen. An der neuen Pumptrack sind die Hinweisschilder übersprüht worden. Die Stadt hat in beiden Fällen Anzeige erstattet.

Die Chancen die Übeltäter zu erwischen ist eher gering

Aus Sicht von Polizeivize Andreas Ruch ist die Chance, die Täter zu überführen, nicht groß. Die Spur nach Neuaubing sei zwar klar. Allerdings handle es sich um eine größere Gruppe. Die Feststellung eines individuellen Täters sei also schwierig. Er habe Kontakt mit den Kollegen in München und mit der Bundespolizei, die für Bahnanlagen zuständig ist, aufgenommen. Die Polizei werde auch deswegen intensiv ermitteln, weil sich die Graffiti-Schmierereien in der jüngsten Zeit gehäuft hätten.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Stadt Probleme mit Sprayern hat.

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