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Germering übernimmt die München-Zulage.

Mehr Geld für Stadt-Angestellte

Stadt übernimmt die München-Zulage

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Die Mitarbeiter der Stadt können ab Januar mit mehr Geld rechnen. Ab dann gibt es für sie eine Ballungsraumzulage, die exakt der neuen München-Zulage entspricht.

Germering – Die von Münchens OB Dieter Reiter vor einigen Wochen angekündigte München-Zulage ist seit dieser Woche Realität. Am Montag verkündete die Landeshauptstadt, dass ein entsprechender lokaler Tarif-Vertrag mit der Gewerkschaft Verdi geschlossen wurde.

Germering wird sich der Regelung anschließen, von der erstmals nicht nur die unteren Lohngruppen profitieren. Kämmerer Rene Mroncz stellte das Modell im Hauptausschuss vor. Es wird die Stadt zunächst rund 1,2 Millionen Eurojährlich kosten. Ab dem 1. Januar werden Vollzeitbeschäftigte der unteren Gehaltsgruppen (eins bis acht) monatlich 270 Euro zusätzlich erhalten. Beschäftigte der höheren Gruppen (9a bis 15) können mit 135 Euro zusätzlich, Azubis mit 140 Euro mehr rechnen. Für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt es zusätzliche 50 Euro. Der Stadtrat muss dem noch zustimmen.

Die Stadt wollte auch andere Anreize schaffen

Laut Mroncz hat die Stadt unabhängig von den Münchner Plänen schon an einem Konzept gefeilt, um etwas gegen den Fachkräftemangel zu unternehmen. Der betreffe mittlerweile nicht nur den Kinderbetreuungsbereich, sondern die gesamte Verwaltung. In das Konzept habe man nicht nur Zulagen, sondern auch „nichtmonetäre Aspekte“ aufnehmen wollen.

Die Landeshauptstadt habe die Stadt dann mit ihrer Ankündigung der ausgeweiteten München-Zulage in Zugzwang gebracht. Mroncz: „Wir haben Handlungsbedarf.“ Denn München verdoppelt seine Zulage nicht nur und weitet sie auf bisher nicht berücksichtigte obere Gehaltsgruppen aus. Die Landeshauptstadt gewährt sie künftig auch allen bei ihr Beschäftigten, unabhängig vom Hauptwohnsitz.

Dass Germering sich dem Münchner Modell jetzt einfach anschließen kann ist einer Entscheidung des Kommunalen Arbeitgeberverbands (KAV) zu verdanken. Der Verband habe eine Öffnungsklausel beschlossen, die es allen Kommunen im Großraum München erlaubt, eine „Großraumzulage München“ zu gewähren.

Beamte bekommen die Zulage noch nicht

Laut Kämmerer Mroncz betrifft die aktuell nur die Tarifbeschäftigten. Sollte sie auf die Beamten ausgeweitet werden, werde Germering dem auch folgen.

Die Zulage soll vorerst auf zwei Jahre befristet werden. Damit wolle man sich aber nur ein Hintertürchen offenhalten, sollte München sie ebenfalls befristen, antwortete Mroncz auf eine Nachfrage von Maximilian Streicher (ÖDP). Wenn die Landeshauptstadt die München-Zulage unbefristet gewährt, werde man dem auch folgen.

Oliver Simon (CSU) war der Meinung, dass die Stadt gar keine andere Wahl habe, als die Zulage zu gewähren. „Wir müssen das nicht nur wegen München machen. Wir haben Fachkräftemangel.“ Es handle sich zwar um einen Haufen Geld, aber: „Was sollen wir machen? Wir brauchen gutes Personal. Die Aufgaben werden nicht weniger.“

Die Stadt ist als familienfreundlicher Arbeitgeber zertifiziert

Bei der Suche nach Personal müsse die Stadt auch mit so genannten weichen Faktoren für sich werben, ergänzte René Mronz. Dazu zähle die Hilfe bei der Wohnungssuche ebenso wie die Tatsache, dass die Stadt als familienfreundliche Arbeitgeberin zertifiziert worden ist.

Der Kämmerer erinnerte die Stadträte daran, dass die Stadt schon einmal eine Ballungsraumzulage bezahlt habe. Die ist jedoch im Zuge der Haushaltskonsolidierung vor Jahren zurückgefahren und 2015 abgeschafft worden. Für die Gewährung der Zulage stimmten letztlich alle Mitglieder des Ausschusses.

Zusatzgeld nach Leistungspunkten

Die Stadt wird zusätzlich zur Großraum-Zulage auch die bisher schon gewährte „Leistungsorientierte Bezahlung“ (LOB) ausweiten. Mitarbeiter erhalten hier bisher am Ende des Jahres drei Prozent ihres Gehaltes zusätzlich, wenn sie 40 von 64 möglichen Leistungspunkten, die intern festgestellt werden, erreicht haben. Die zulage soll künftig auf vier Prozent erhöht werden. Zur Auszahlung stehen damit ab nächsten Jahr insgesamt rund 527 000 Euro an.

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