So wie dieses Modell am Frankfurter Ring könnte die Seilbahn von Germering nach Pasing aussehen.

Alternative zum Pendlerverkehr

Mit der Seilbahn nach Pasing gondeln

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Eine Seilbahn von Germering nach Pasing könnte aus Sicht der SPD den drohenden Verkehrskollaps verhindern. In einem detaillierten Antrag an OB Andreas Haas bittet Fraktionssprecher Robert Baumgartner um eine Überprüfung der Machbarkeit.

Germering – Die Entlastung der Straßen mit Hilfe von Seilbahnen ist spätestens seit dem vergangenen Jahr ein Thema. Münchens OB Dieter Reiter (SPD) sprach sich für ein Pilotprojekt am Frankfurter Ring aus. Die damalige Verkehrsministerin und jetzige Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) unterstützte solche Projekte während des Landtagswahlkampfes auch bei einer Veranstaltung in Germering.

SPD-Vorstandsmitglied Klaus-Peter Müller hat die Idee im Vorjahr aufgegriffen und eine Seilbahn nach Pasing ins Spiel gebracht. Eine detaillierte Ausarbeitung der Idee ist jetzt Grundlage des Antrags der Stadtratsfraktion. Aus Sicht von Fraktionssprecher Robert Baumgartner sei die Seilbahn-Lösung eine ernsthafte Alternative für die Entlastung des innerstädtischen Verkehrs von und nach München. Denn die S-Bahn sei schon heute überlastet und die geplante Verlängerung der U 5 nach Freiham und möglicherweise Germering werde Jahrzehnte dauern.

Der Bau einer Seilbahn hätte viele Vorteile

Eine Seilbahn könnte den Untersuchungen Müllers zufolge in etwa einem Jahr gebaut werden. Die Realisierung sei kostengünstig und erfordere nur geringe Eingriffe in die Umgebung. Ein Vorteil sei auch, dass gleichmäßiges Fahren ohne Wartezeiten möglich sind. Barrierefreie Ein- und Ausstiege seien ebenso möglich wie die Mitnahme von Fahrrädern.

Als Trasse schwebt Klaus-Dieter Müller eine Strecke entlang der Bodenseestraße nach Westkreuz vor. Von dort aus geht es über die Kleingartenanlage Haberland-/Kafflerstraße weiter zum Bahnhof Pasing. Die Überquerung von Privatgrundstücken könne so weitgehend verhindert werden. Diese Trasse könnte innerorts entlang der Landsberger Straße bis zum Kreuzlinger Feld weiter geführt werden. Auch einen Anbindung der Freizeitanlagen im Westen sei möglich.

In 16 Minuten von Germering nach Pasing

Müller hat für seine Untersuchung auch bei einer Fachfirma nachgefragt. Demnach würde die Seilbahn für die Strecke bis Pasing 16 Minuten benötigen – zwei Wartezeiten an Zwischenstationen sind inklusive. In einer Stunde könnten so 4200 Fahrgäste befördert werden. Zum Vergleich: Ein S-Bahn-Langzug schafft im 20-Minuten-Takt 5400 Fahrgäste in der Stunde. Die Seilbahn hätte den Vorteil, dass es keine Wartezeiten beim Einsteigen gibt – es folgt Gondel auf Gondel.

Von der Seilbahn würde laut Baumgartner nicht nur Germering, sondern auch München profitieren. Der SPD-Antrag sollte deswegen mit der Landeshauptstadt abgestimmt werden.

Das Stauaufkommen in München ist nach Berlin Spitze in Deutschland. 

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