Mobilitätsstationen mit MVG-Leihrädern wie hier in Haar werden ab dem Jahr 2021 auch in Germering zu sehen sein.

Alternative zum eigenen PKW

Mehr Mobilität mit Leihrädern und E-Autos

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Die Stadt beteiligt sich am landkreisweiten Projekt der Mobilitätsstationen. Schon 2021 sollen die ersten sechs Standorte errichtet werden, an denen in der Nähe von Bushaltestellen Leihräder der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) angeboten werden. An den Bahnhöfen soll zudem E-Carsharing möglich sein.

Germering – Die Mobilitätsstationen sollen den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Landkreis optimieren und flexibler machen. Das erklärte Martin Imkeller von der Stabsstelle ÖPNV im Landratsamt jetzt den Mitgliedern des Werkausschusses. Die Stationen sollen dazu beitragen, dass der ÖPNV an 24 Stunden genutzt werden kann. Wer beispielsweise nach der Heimfahrt mit der S-Bahn den letzten Bus verpasst, kann künftig an der Staton per Smartphone-App ein MVG-Rad nehmen und weiterfahren – die Rückgabe ist allerdings nur an einer anderen Station möglich. Alles andere sei aus organisatorischen und technischen Gründen nicht machbar, erklärte Benjamin Bracher. Er ist bei der MVG für dieses Angebot zuständig, das in München gut ankomme. In Planegg gibt es auch schon eine Station mit den auffälligen MVG-Rädern, die laut Bracher komfortabel zu nutzen sind und eine Acht-Gang-Schaltung besitzen.

An den Bahnhöfen soll es E-Carsharing geben

Die jetzt vorgestellten Standorte haben sich nach einer intensiven Besichtigungstour durch das Stadtgebiet mit Imkeller, Bracher sowie Vertretern von Stadt und Stadtwerken als die besten herausgestellt: Münchner straße (vor dem GEP-Haupteingang), Industriestraße, Otto-Wagner-Straße an der Bosco-Kirche, Rathaus sowie beide Bahnhöfe. Ein Jahr später sollen dann das Hallenbad, der Hochrainweg sowie die die Holzkirchner-, Königsberger- und Theodor-Heussstraße Straße folgen. An beiden Bahnhöfen soll zusätzlich das E-Carsharing der Stadtwerke angeboten werden. E-Bikes können in einem späteren Schritt noch dazu kommen.

Am Bahnhof Harthaus soll die Station am P&R-Platz Nord realisiert werden. Nach einer Anregung von Eike Höppner (SPD) soll bis zur endgültigen Entscheidung des Stadtrats noch geprüft werden, wie auch der Süden von Harthaus besser an den ÖPNV-Verbund angeschlossen werden kann.

Andere Landkreis-Kommunen sind ebenfalls dabei

Bei einer ausführlichen Diskussion der Stadträte wurde unter anderem auch die Frage aufgeworfen, ob sich außer Germering noch andere Landkreis-Kommunen beteiligen. Das Echo sei bisher erstaunlich positiv gewesen, berichtete Imkeller. Puchheim habe unter anderem zwölf Stationen gebilligt. Auch Grafrath und Kottgeisering seien schon dabei.

Die Kosten, die mit der Umsetzung auf die Stadt zukommen, sind nicht gering. Alle zwölf Standorte zusammen kosten rund 260 000 Euro. Hinzu kommen noch jährliche Betriebskosten von rund 77 000 Euro für die Stations-Elemente und einmalige Kosten für den Tiefbau. Allerdings gibt es laut Imkeller einen 40-prozentige Förderung des Bundes für die Stationen und 75 Prozent des Freistaats für die Installation.

Auch in Puchheim verfolgt man das Konzept der Mobilitätsstationen.

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