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Wir sind die Welt: Diese sechs Frauen trugen in der Stadtbibliothek Kindererzählungen vor in (v.l.) Schwedisch, Russisch, Persisch, Arabisch, Albanisch und Chinesisch.

In der Stadtbibliothek

Die Raupe Nimmersatt in sieben Sprachen

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Zum „Internationalen Tag der Muttersprache“ gab es einen guten Grund zum Zuhören: In der Stadtbibliothek wurden Erzählungen für Kinder in sieben Sprachen vorgetragen.

Germering – Die Raupe Nimmersatt frisst seit über 50 Jahren durch Kinderbücher.Und dass sie sich am Ende in einen wunderschönen Schmetterling verwandelt, klingt in Schwedisch, Russisch, Persisch, Arabisch, Albanisch, Chinesisch und Deutsch gleich schön. Das waren die Sprachen, in denen in der „LernBox“ der Stadtbibliothek Kindergeschichten vorgetragen wurden.

Nur bestimmte Sprachen sind gezielt gesucht worden

„Ich habe gerne zugehört. Verstanden habe ich nur meine eigene Sprache, nämlich Schwedisch“, erzählt Sonja Wrede hinterher, die die Kinder in die Steinzeit „entführt“ hat. Spannend gefunden habe sie aber, welch unterschiedliche Melodien die einzelnen Sprachen entwickelt hätten. Spannend fand’s auch das knappe Dutzend Kinder, weil die Geschichten lustig waren, interessant und gut vorgetragen.

Lena Christiansen von der Stadtbibliothek ließ die Kinder an der Raupe Nimmersatt teilhaben.

„Es ist egal, in welcher Sprache erzählt wird, es sind Geschichten für Kinder. Das ist das Wichtigste“, betont Lena Christiansen, die für die Stadtbibliothek die zweite Auflage des kleinen Leseereignisses organisiert hatte. Über Kontakte, teils persönlicher Art durch die Stadtbibliothek, teils über die Stadt, haben sich die sechs Leserinnen gefunden. Nach bestimmten Sprachen sei aber nicht gezielt gesucht worden, so Christiansen.

In allen Sprachen gab es ein Happy End

So erzählt Loverna Dehnert auf Albanisch die Geschichte vom Hasen, der mit Blumen zu den Menschen und Tieren kommt, um sie miteinander und untereinander zu versöhnen. „Das Herz auf dem Titelbild sagt schon viel über den Inhalt“, so Dehnert. Immer wieder aber übersetzt sie ein paar Zeilen auf Deutsch, so dass alle Besucher den Inhalt verstehen. „Es hat Spaß gemacht vorzulesen. Toll, dass es diese Möglichkeit gegeben hat.“

Loverna Dehnert las auf Albanisch eine Geschichte von einem Hasen, der den Menschen Blumen brachte.

Auf die gleiche Weise kommt die russische Geschichte über ein Mädchen an, das viel zu groß für sein Alter ist und deswegen schwer Freunde findet. Das ändert sich erst, als sie für einen Jungen einen Papagei aus dem Baum rettet. Und persische Kinder machen bei der Geschichte vom „Rollenden Kürbis“ große Augen, wenn eine clevere Großmutter den hungrigen Wolf überlistet. Ein internationales „Happy End“ – wie bei der Geschichte der „Raupe Nimmersatt“.

Die Angestellten von der Stadtbibliothek finden auch immer wieder kuriose Lesezeichen in den ausgeliehenen Büchern. Beim Bücherflohmarkt im vergangenen Herbst gingen fast zwei Tonnen Bücher über die Theke.

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