Über die Bebauung des Kreuzlinger Felds wird ausgiebig diskutiert.
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Über die Bebauung des Kreuzlinger Felds wird ausgiebig diskutiert.

Germering for Future

Bebauung des Kreuzlinger Felds: Das fordern die Klimaschützer

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Das Aktionsbündnis „Germering for future“ hat eigene Vorstellungen zum Kreuzlinger Feld. Die Bebauung soll unter die Prämisse des Klimaschutzes gestellt werden.

Germering – Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Germering“ will bekanntlich mit Hilfe eines Bürgerbegehrens die Bebauungspläne zum Kreuzlinger Feld stoppen. Auch die SPD hat sich für einen Planungsstopp ausgesprochen. Und die Stadtrats-ÖDP ist dafür, das Feld gegenüber der TSV-Halle überhaupt nicht zu bebauen.

Jetzt meldet sich erstmals auch das örtliche Klimabündnis „Germering for future“ zu Wort – mit detaillierten Vorschlägen, wie das Areal im Sinne einer Verkehrs- und Energiewende bebaut werden könnte. Michael Lorenz, Initiator des Bündnisses und Pfarrer der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, meint: „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum, bei dessen Schaffung sich jetzt viele zukunftsweisende Dinge umsetzen lassen, die wir in unseren Forderungen in Kenntnis der bisherigen Beschlusslage und im Einklang mit dem Baurecht konkretisieren.“

Das Aktionsbündnis hat eine umfassende Stellungnahme erarbeitet, in der detaillierte Forderungen an die Bebauung des Feldes gestellt werden. Diese beinhalten den Bau eines Mehrgenerationenhauses mit Sozialstationen und den Vorschlag, dass sich die vorgesehenen Sozialwohnungen auf das gesamte Wohngebiet verteilen sollen. Der aktuelle Anteil von 30 Prozent und die 30-jährige Bindungsfrist sollten möglichst gesteigert werden.

Die geplanten öffentlichen Gebäude wie Schule und Kita sollten möglichst in Holzbauweise errichtet werden. Die Dachflächen aller Neubauten sollten begrünt und mit PV-Anlagen versehen werden. Für die Energieversorgung stellen sich die Klimaschützer ein Blockheizkraftwerk für das Quartier vor.

„Germering for future“ ist zudem der Ansicht, dass die Stadt die Verkehrswegeplanung aktualisieren müsse. Die bisherigen Annahmen seien vor allem wegen des zu erwartenden Bevölkerungszuwachses nicht realistisch.

Die Durchlüftung des Neubaugebiets ist dem Aktionsbündnis zufolge für das gesamte Stadtklima wichtig. Die Gebäude müssten deswegen an der Windrichtung ausgerichtet werden. Und: „Es muss sichergestellt sein, dass die Kaltluftströmung vom Parsberg fortbesteht.“

Grundsätzlich ist das Klimabündnis der Auffassung, dass die Stadt nicht nur wegen des Kreuzlinger Felds ein Verkehrskonzept benötige, das die Wende hin zu Fuß und Rad unterstützt. Auch ein aktuelles Klima- und Windgutachten und ein Energiekonzept seien wichtig. Kimaneutralität und eine umweltgerechte und klimaangepasste Bauweise sollten außerdem als verbindliche Ziele in das Stadtentwicklungskonzept aufgenommen werden.

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