Sorgten beim dritten Bühnenhofkonzert für beste Laune: Die acht Musiker der Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Unterpfaffenhofen.
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Sorgten beim dritten Bühnenhofkonzert für beste Laune: Die acht Musiker der Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Unterpfaffenhofen.

Germering

Blechbläser begeistern auch ohne Holz

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Mit dem Marsch „Stammtischbrüder“ hat die Blaskapelle der Feuerwehr Unterpfaffenhofen das dritte Bühnenhof-Konzert der Stadthalle eröffnet und von Anfang an für gute Laune gesorgt.

Germering – Die Wahl dieses eher ruhigen Marsches als Auftaktstück hat Dirigent Florian Loch sicher nicht ohne Hintergedanken getroffen – es handelt sich schließlich um die Musik, mit der normalerweise beim Oktoberfest jeden Tag die Augustiner Festhalle in den Tag startet.

Wies’n gibt’s heuer keine –und der Auftritt der Blaskapelle im Bühnenhof ist wegen Corona auch kein normaler gewesen. Um die Abstandsregeln einhalten zu können, waren nur acht Musiker auf der Bühne – sieben Blechbläser und ein Schlagzeuger. „Wir sind heute holzlos“, erklärte Florian Loch nach einer Polka. Was er damit meinte: Die Kapelle musste auf sämtliche Holzblas-Instrumente verzichten. Die Klarinetten-Stimmen wurden, wenn möglich, von den Flügelhörnern übernommen. Loch selbst stand auch nicht wie sonst als Dirigent vor der Kapelle – der studierte Posaunist bediente eines der Hörner.

Dem musikalischen Gesamteindruck hat dieses reduzierte Format allerdings kaum geschadet. Die Bläser gaben gekonnt einen Querschnitt des in 39 Jahren sehr umfangreich gewordenen Repertoires zum Besten. Ob Märsche, Polkas oder Walzer, mal gediegen, mal flotter –die Besucher im fast ausverkauften Bühnenhof genossen es und spendeten kräftig Beifall. Am lautesten war der Applaus bei drei besonderen Stücken: Beim „Tiroler Land“ und bei „Weißblau im Wind“ überzeugten die Blechbläser auch als Sänger. Und beim fetzigen „Tiger Rag“ zeigten die Musiker, dass sie nicht nur bayerische Blasmusik können. Posaunist Patrick Stege glänzte hier auch mit kleinen solistischen Einlagen.

Als Glücksfall für den Konzertabend erwies sich die Tatsache, dass Florian Loch ein echtes Moderatoren-Talent ist. Mit seinen oft spontanen Bemerkungen und Sprüchen sorgte er immer wieder für gute Laune. Unter anderem, als er das schnellste Stück der Kapelle ankündigte: „Der Probenrekord liegt bei 1:52 Minuten.“ Nach 2:16 war das Stück beendet – und Loch verkündete es als neuen „öffentlichen Rekord“.  kg

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