Infrastruktur

Germering braucht mehr Daten zur Stadt-Entwicklung

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Germering - Die Stadt braucht exakte Prognosen zur Entwicklung Bevölkerung, um die soziale Infrastruktur genauer planen zu können. Diese Zahlen sollen jetzt durch eine Untersuchung ermittelt werden. 

Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung eine Studie zur demographischen Entwicklung beschlossen. Sie wird zwischen 50 000 und 80 000 Euro kosten. Dass das Geld sinnvoll angelegt ist, belegte der Leiter des städtischen Sozialamts, Martin Rattenberger, mit dem Hinweis auf die bisherigen Vorhersagen im Kinderbetreuungsbereich: „Wir haben da immer mit recht groben Daten gearbeitet. Wer müssen mehr ins Detail gehen.“ Kindergartenreferentin Eike Höppner bestätigte das: „Wir mussten uns bisher immer auf Zahlen des statischen Landesamtes verlassen. Die waren nie speziell für Germering ermittel worden.“ Folge: Die Kindergarten-Bedarfsplanung musste regelmäßig aktualisiert werden, weil die Zahlen nicht mehr stimmten. 

Exakte Zahlen seien aber auch für den Seniorenbereich notwendig, um auf den Bedarf an Altenheim-Plätzen besser reagieren zu könne. Die Verwaltung selbst könne das nicht leisten: „Wir stoßen da an unsere Grenzen,“ meinte Rattenberger. Geplant ist deswegen, ein Institut mit einer entsprechenden Demographiestudie zu beauftragen. Diese soll anhand der Unterscheidung in mehrere Merkmale wie Alter, Geschlecht oder Staatsangehörigkeit eine differenzierte Betrachtungsweise möglich machen. 

Diese Untersuchung der Bevölkerungsentwicklung soll aber auch Daten dafür liefern, wie viele neuen Wohnungen notwendig sind. Auch die Auswirkungen auf die innerstädtische Bevölkerungsverteilung und der Wanderungssaldo sollen damit vorhergesagt werden. Ziel ist es laut Rattenberger, eine Datengrundlage zu erhalten, die unter anderem für die Schulentwicklungsplanung, die Sozialplanung, die Kindertagesstättenplanung, die Sportstättenplanung oder die gesamtstädtische Entwicklungsplanung genutzt werden kann. Zusätzlich soll für einen weitreichenden Zeitraum von voraussichtlich 20 Jahren ein „Folgekostenkonzept soziale Infrastrukturkosten“ erarbeitet werden. 

Rattenberger denkt dabei vor allem an Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Seniorenheime, Sportstätten, Grünflächen, Friedhöfe, Feuerwehren, Kultureinrichtungen, Spielplätze, Sozialer Wohnungsbau und Straßen. Rattenberger rechnet damit, dass die Erstellung der Untersuchung rund eine halbes Jahr in Anspruch nehmen wird. Die Verwaltung wird nach dem positiven Votum des Stadtrates Angebote von Fachbüros einholen

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