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„Unangenehmer und ärgerlicher Fehler“

Sie freuten sich seit Wochen darauf: Bus sollte Senioren zu Konzert bringen - doch alles kommt anders

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Wer am Sonntag mit einem der versprochenen Sonderbusse zum Weihnachtskonzert für Senioren in die Stadthalle fahren wollte, hatte Pech gehabt. Denn es kam ganz anders als geplant.

Germering – Seit 16 Jahren lädt die Stadt ihre älteren Mitbürger statt zu einer Weihnachtsfeier zu einem Konzert in die Stadthalle ein. Der Eintritt ist frei, und auch das Hinkommen ist seit 16 Jahren kostenlos möglich: Die Stadt setzt Sonderbusse ein. Die Fahrpläne werden im Vorfeld veröffentlicht.

Wer dieses Angebot am Sonntag nutzen wollte, wartete allerdings vergeblich. Die Busse fuhren nicht. Wie sich später herausstellte, hatte sich der Verantwortliche des Unternehmens Busverkehr Südbayern, das landkreisweit die Buslinien betreibt, den falschen Termin notiert. Die Seniorenbeiratsvorsitzende Helga Betz, die beim Konzert mit dabei war, erzählt: „Er dachte, dass es am kommenden Sonntag war.“

„Die alten Menschen freuen sich seit Wochen drauf, und dann so was.“

Es seien nicht wenige gewesen, berichtet Betz weiter, die sich am Sonntagnachmittag noch vor Konzertbeginn bei ihr und auch bei OB Andreas Haas bitter beschwerten. Und dabei handelte es sich nur um diejenigen, die angesichts der fehlenden Busse wieder heimgingen, sich ins Auto setzten und so gerade noch rechtzeitig zur Stadthalle kamen. Einige sind auch zu Fuß zum Konzert gegangen. Wie viele allerdings wieder kehrt machten und daheim blieben, weiß keiner.

Besonders unerfreulich war der Vorfall laut Betz auch wegen des ungemütlichen Wetters am Sonntag. Sie könne den Ärger der Menschen sehr gut nachvollziehen – vor allem, weil es sich bei vielen um eine der wenigen Veranstaltungen handelt, zu denen sie noch gehen können: „Die alten Menschen freuen sich seit Wochen drauf, und dann so was.“

Zumindest die Rückfahrt klappte

OB Andreas Haas hat sich bei Bekanntwerden des Desasters darum bemüht, zumindest die Rückfahrt zu sichern. Er ließ Kontakt zum Busunternehmen aufnehmen und blieb nach Abschuss des Konzertes so lange vor Ort, bis der organisierte Bus die letzten darauf angewiesenen Besucher heimgebracht hatte. Busverkehr Südbayern hat sich in einer schriftlichen Erklärung bei allen Betroffenen entschuldigt. „Zu unserem großen Bedauern ist uns ein unangenehmer und ärgerlicher Fehler unterlaufen. Wir möchten uns bei Ihnen und den betroffenen Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. Wo Menschen arbeiten und wirken passieren immer wieder Fehler, dies ist gestern leider auch uns widerfahren.“ Gleichzeitig verspricht das Unternehmen, dass es der Veranstaltung im kommenden Jahr besondere Aufmerksamkeit schenken werde, damit dies ein einmaliger Vorfall bleibe.

Das Konzert selbst hat aus Sicht von Helga Betz nicht unbedingt zur Beruhigung der Situation beigetragen. Sie habe mehrere Besucher gefragt, wie es ihnen gefallen hat, und eher durchwachsene Antworten bekommen. Vor allem die Tatsache, dass der SoundAround-Chor, der mit der Stadtkapelle das Programm gestaltete, nur englische Gospelsongs sang, missfiel: „Im Publikum saßen ja ausschließlich ältere Menschen. Über deutsche Weihnachtslieder hätten die sich mehr gefreut.“

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