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Arbeiter bugsieren den neuen Weihnachtsbaum am Kleinen Stachus in den überdimensionalen Christbaumständer. Die Keile zum Fixieren liegen schon bereit.

Am Kleinen Stachus

Christbaum steht – aber nicht wie geplant

Der Christbaum am Kleinen Stachus steht – allerdings nicht im eigens dafür gebauten Fundament. Die Statik spielt bei der neun Meter hohen Tanne nicht mit. Deshalb hat die Stadt zusätzlich einen überdimensionalen Christbaumständer geordert.

Germering – Den Fehler vom vergangenen Jahr wollte man nicht wiederholen. Damals hatte die Stadt eine 14 Meter hohe Fichte am Kleinen Stachus aufgestellt, die ein Germeringer gespendet hatte. Doch der Baum war zu groß. Starkem Wind hätte das im Rahmen des Umbaus des Platzes ein Jahr zuvor errichtete Fundament nicht standgehalten. Deswegen musste erneut ein Kran anrücken und der Stamm um mehrere Meter gekürzt werden.

Vor rund zwei Monaten kamen dann Experten einer Tiefbaufirma. Gemeinsam mit Vertretern der Stadt wollte man herausfinden, ob das Fundament vergrößert werden kann. Das Ergebnis der Untersuchung war ernüchternd. Weil zu viele Gas-, Wasser- und Stromleitungen um das Fundament verlegt sind, ging der Plan nicht auf.

Ein Kran hievt den Baum an seinen neuen Standort.

Kleiner – das Fundament ist lediglich für bis zu sechs Meter hohe Stämme ausgelegt – sollte der Baum aber nicht werden, sagt Stadtbaumeister Jürgen Thum. Deshalb hat die Stadt zu ihrem neuen Christbaum einen überdimensionalen Christbaumständer geordert. Eine vier Quadratmeter große Betonplatte mit einem aufmontierten Stahlrohr soll jetzt für einen sicheren Stand sorgen. Im vergangenen Jahr hatten Mitarbeiter des Bauhofs das Fundament noch extra mit Betonplatten beschwert.

Dass die Stadt heuer den Weihnachtsbaum von außerhalb beschaffen muss, liegt laut Thum daran, dass Exemplare aus privaten Gärten immer schwieriger zu bekommen seien. „Nicht in jedem Garten wächst ein perfekter Baum“, sagt Thum. Auch die Christbäume vor dem Rathaus sowie am Christkindlmarkt mussten heuer gekauft werden.

Für die Zukunft hofft Thum aber, wieder einen Baum aus Germering zu bekommen. Potentielle Spender müssten sich nur bei der Stadt melden. „Unsere Stadtgärtner kommen dann vorbei und begutachten den Baum im Vorfeld.“ Der Traum vom großen Baum am Kleinen Stachus ist übrigens noch nicht ausgeträumt. Sollte sich die Stadt in Zukunft für ein höheres Exemplar entscheiden, könnte sich Thum ein neues Fundament – etwa auf der Ostseite des Platzes – vorstellen.

Von Tobias Gehre

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