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Symbolischer Spatenstich mit Maske (v.l.): Magdolna Hauszknecht (Fortschritt), Andreas, Martin und Swantje Stenzel, OB Andreas Haas, Birgit Blees (Leiterin der Krippe), Kindergartenreferent Johannes Landendinger und Lisa Meister (Architekturbüro DBLB). Hinter den Akteuren ist das Badezimmer-Fenster des benachbarten Wohnhauses zu sehen, das hinter dem zweistöckigen Neubau verschwindet. Der Mieter erhält zum Ausgleich ein komplett neues Bad.

Ergänzung zur Krippe

Ein Haus für 75 Kinder: Ein neuer Kindergarten entsteht

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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An der Einmündung der Königsberger in die Münchner Straße entsteht ein neuer Kindergarten. Ab September 2021 sollen hier 75 Kinder Platz finden.

Germering – Seit rund sieben Jahren betreibt der Verein Fortschritt an der Münchner Straße die viergruppige Krippe Märchenland. Jetzt wird die Einrichtung um einen dreigruppigen Kindergarten erweitert. Er entsteht auf dem Nachbargrundstück und wird nach der geplanten Fertigstellung im nächsten Jahr ebenfalls von Fortschritt betrieben. Bauträger sind wie bei der Krippe die Brüder Andreas und Martin Stenzel mit Ehefrau Swantje.

Beim Spatenstich an der schon ausgehobenen Baugrube erinnerte OB Andreas Haas an den Baubeginn der Krippe Ende 2012, der unter ganz anderen Bedingungen als dieses Mal über die Bühne gegangen war. Damals war es eisig kalt, Schneeregen machte die Spatenzeremonie zu einem ungemütlichen Ereignis. Jetzt, so Haas, herrschten bei schönstem Sommerwetter fast schon paradiesische Zustände – sieht man von den Corona-Umständen ab, die zum Maskentragen zwangen. Das Wetter passe zum Ereignis, so Haas: „Kinder sind ja normalerweise etwas paradiesisches.“

Die Idee für den Standort gibt es schon länger

Die Idee, neben der Krippe auch einen Kindergarten zu bauen, gibt es schon länger. Möglich wurde dies laut Martin Stenzel, als die Paulaner-Brauerei das Areal zum Verkauf anbot. Die Brauerei verpachtete hier bis vor kurzem eine Gaststätte. Letzter Mieter vor dem Abriss war ein indisches Restaurant. Man habe zugegriffen und das Projekt gemeinsam mit dem selben Architekturbüro wie vor acht Jahren in Angriff genommen.

Hilfreich war bei den Planungen, dass den Stenzels auch das benachbarte mehrgeschossige Wohn- und Geschäftshaus gehört. Weil der Neubau zweistöckig wird, muss ein Badezimmerfenster im 1. Stock des Neubauhauses zurückgebaut werden. Man habe sich mit dem Mieter geeinigt, so Stenzel – er erhält unter anderem ein komplett neues Bad.

Architekt lobt die gute Zusammenarbeit mit der Stadt

Architekt Michael Biedermann lobte die Zusammenarbeit mit der Stadt und den ständigen Austausch mit dem Trägerverein in der Planungsphase. So etwas sei in München nicht möglich.

Der unterkellerte Neubau wird im Erdgeschoss über die nötigen Räume für die Leitung, eine Küche und einen Bewegungsraum verfügen. Die drei Gruppen werden im ersten Stock untergebracht. Ein großzügiger Freibereich soll dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht werden.

Für Birgit Blees, Leiterin der Krippe, wird mit dem Bau des Kindergartens ein lang gehegter Wunsch wahr. Jetzt könnten die älteren Kinder ohne große Reibungsverluste einfach ein Haus weiter gehen. Das sei ideal.

Ein Laden für Kindersachen könnte auch noch kommen

Martin und Andreas Stenzel möchten den kind- und familiengerechten Charakter des Gebiets sogar noch weiter ausbauen. Ideal wäre es laut Martin Stenzel, wenn man für das leer stehende Ladengeschäft im Nachbarhaus – hier residierte jahrzehntelang das Musikgeschäft Sohr – einen passenden Nachmieter finden würde. Er denkt dabei unter anderem an einen Laden speziell für Kindersachen.

Kindergartenreferent Johannes Landendinger beglückwünschte den Träger zum neuen Haus. Er verband das mit der Hoffnung, dass Fortschritt für den Betrieb ausreichend gutes Personal finden werde.

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