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Seit 1970 leben Emma und Karl Brem nun schon in Germering. OB Andreas Haas (l.) gratulierte den Jubilaren. 

Germering 

Ein Leben für die Gemeinde und für einander

Irgendwie nur zur Hälfte feierten Emma (86) und Karl Brem (86) am 26. Juni ihre Diamantene Hochzeit. Vor 60 Jahren fand an diesem Tag nämlich nur die standesamtliche Hochzeit statt.

Germering–  Kirchlich geheiratet und richtig gefeiert wurde erst einige Monate später, im Oktober. „Wir mussten schnell heiraten, um eine Wohnung zu kriegen“, lacht Emma Brem. Zelebriert wurde das Jubiläum an diesem Tag dann doch ein bisschen, erst zusammen mit OB Andreas Haas und am Abend zusammen mit Tochter Andrea (57).

Die beiden Münchner kennen sich durch die Pfarrjugend schon seit ihrer Kindheit. Mit der Hochzeit hat sich das Paar dann allerdings Zeit gelassen, genau genommen sogar acht Jahre. „Da kennt man sich wenigstens von innen wie von außen“, erklärt die Rentnerin.

Nach der Hochzeit lebten die Brems in München, bis sie 1970 nach Germering zogen. Seitdem hat sich besonders Emma Brem, neben ihrer Büro-Tätigkeit, in der Gemeinde engagiert. Dafür hat sie vor fünf Jahren die Bürgermedaille erhalten. Sie war 20 Jahre lang Vorsitzende des Pfarrgemeinderats und leitet bis heute Seniorentreffen und die Strickstube.

Ihr Mann hat 30 Jahre lang im Kultusministerium gearbeitet, bevor er die letzten sechs Arbeitsjahre Verwaltungsdirektor des Klinikums Großhadern war. Auch er gestaltet heute das Gemeindeleben mit. So plant und organisiert er Reisen für Senioren der Stadtkirche.

1959 musste es schnell gehen mit der Hochzeit. Die Ehe war damals die Voraussetzung für eine Wohnung.

Neben all den Tätigkeiten bleibt den Brems auch noch genug Zeit für ihr größtes gemeinsames Hobby: das Reisen. Besonders Afrika hat es den Beiden angetan. „Wenn du einmal nach Afrika fährst, fährst du immer wieder hin“, schwärmt Karl Brem. Seit bereits 16 Jahren geht es unter anderem nach Namibia oder Botswana. Besonders die vielen Tiere begeistern das Ehepaar. „Einmal stand ein Elefant direkt neben unserem Wagen, da wird dir schon anders“, erinnert sich Emma Brem. Die Rentnerin hat viel Freude dran, besondere Momente der Reisen mit ihrem Fotoapparat festzuhalten und im Anschluss ein Fotobuch zu erstellen.

Wichtig sind dem Paar auch ihre Freunde. „Besonders im Alter ist ein großer Freundeskreis sehr wichtig“, so die Jubilarin. Vor vier Jahren mussten die Beiden einen schweren Schicksalsschlag verkraften, denn die ältere der zwei Töchter ist an Leukämie gestorben. Enkelkinder gibt es im Leben der Brems „leider nicht“, erzählt die Rentnerin.

Aber Emma und Karl Brem halten fest zusammen. Ihr Geheimnis für eine so lange und glückliche Ehe ist: „Geduld und Zuversicht. Sie sind wie zwei Kamele. Mit ihnen kann man jede Wüste durchqueren.“ NATHALIE HRADECKY

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