Asylkoordinatorin Frauke Stechow, Integrationsreferent Christian Huber und Oberbürgermeister Andres Haas (vorne v.l.) testen die Bank der Begegnung. Dahinter stehen die angehende Sozialpädagogin Katharina Hermes sowie Jude Kehlechi und Ayub Khan, die bei der Bank tatkräftig mitgeholfen haben. Foto: kürzl
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Asylkoordinatorin Frauke Stechow, Integrationsreferent Christian Huber und Oberbürgermeister Andres Haas (vorne v.l.) testen die Bank der Begegnung. Dahinter stehen die angehende Sozialpädagogin Katharina Hermes sowie Jude Kehlechi und Ayub Khan, die bei der Bank tatkräftig mitgeholfen haben.

Germering

Gegen Rassismus: Eine Bank als Zeichen des Miteinanders

  • vonHans Kürzl
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Im Rahmen der Interkulturellen Tage ist in Germering die „Bank der Begegnung“ eingeweiht worden – am Tag des Flüchtlings. Sie soll ein Zeichen gegen Rassismus und für die Gemeinsamkeiten in der Stadt sein.

Germering – Ursprünglich hätte die Bank bereits am 21.März aufgestellt werden sollen. Doch dann kam die Corina-Pandemie und bei Begegnungen war erst einmal Vorsicht angesagt. „Doch sie ist auch am Tag des Flüchtlings ein gutes Zeichen für Gemeinschaft“, gewann Germerings Oberbürgermeister Andreas Haas der Verschiebung etwas Gutes ab. Der Platz vor dem Mehrgenerationen an sich und die Bank im Besonderen seien ein guter Sammelpunkt, „um zusammen und miteinander ins Gespräch zu kommen“, so Haas.

Einig war man sich bei der kleinen Übergabefeier, dass die Bank als Zeichen gegen Rassismus und für die Gemeinsamkeiten in der Stadt gelten solle. Daher ist die Bank auch in sechs Farben gehalten, die im Logo der Kommune enthalten sind. Doch für Germerings Integrationsreferent Christian Huber ist nicht nur die Symbolik wichtig. „Auch in Kleinigkeiten kann Großes liegen“, sagte er. Die Bank als solche sei vielleicht nur ein bunter Mosaikstein in der Stadt, aber die Wirkung werde sie nicht verfehlen. Allein schon deswegen, weil sie von Geflüchteten aus der Gemeinschaftsunterkunft und von Jugendlichen zusammen angefertigt wurde. So hat etwa Ayub Khan sein handwerkliches Geschick eingebracht. „Es macht Freude zu sehen, was aus der Arbeit entstanden ist“, sagte er. Die Freude ist ihm anzusehen, dass er etwas Beständiges geschaffen hat.

Entstanden ist die „Bank der Begegnung“ in der Jugend-Werkstatt, die von Robert Zink geleitet wird. Den allerletzten Feinschliff und die letzten Schrauben zum Befestigen hat der Bauhof der Großen Kreisstadt angebracht.

Die Idee auf den Weg gebracht hat die angehende Sozialpädagogin Katharina Hermes, die im Rahmen ihres Studiums ein Praktikum im Mehrgenerationenhaus Zenja absolviert. „Es ist ein Glück, dass wir sie haben“, so Frauke Stechow von der Fachstelle für Asylkoordination der Stadt Germering. Sie war von Anfang von dem Bank-Projekt begeistert. Es habe alles zusammengepasst – vom Engagement der Jugendlichen und der Flüchtlinge bis hin zur fachlichen Anleitung durch die Jugend-Werkstatt.

Auch Anita Schindler, Leiterin der Germeringer Insel, habe immer wieder mit Rat und Tat „sehr hilfreich zur Seite gestanden“, so Stechow. So ist sie am Ende der Übergabefeier mit sich, der Welt und der „Bank der Begegnung“ zufrieden. Nur einen Wunsch hat sie noch. „Es könnte mehr solcher Bänke in der Stadt geben.“ Und die Asylkoordinatorin hat auch schon zwei weitere Standorte in Germering im Blick. Am Kleinen Stachus, nicht weit vom „Zenja“ entfernt, und vor dem Rathaus würden weitere solche Bänke gut passen. Orte der Begegnung und des Miteinanders könne es nicht genügend geben. „Oder Plätze, wo man sich einfach nur einmal ein paar Momente in aller Ruhe niederlassen kann.“

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