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Auto- und Legofan: Für Michael Streich war schnell klar, was er errichten möchte: ein Autohaus.

Ferienprogramm

Eine Stadt aus einer Tonne Legosteine

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Stein auf Stein, Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein: Im Rahmen des Ferienprogramms haben 38 Kinder eine ganze Stadt gefertigt – aus Legosteinen. Dabei war Geschicklichkeit und auch Fantasie gefragt.

Germering – Auch bei Legobaumeistern gibt es eine Karriereleiter. „Ich habe mit den großen Steinen angefangen, als ich noch kleiner war“, erzählt Michael Streich. Mittlerweile sind die Bausteine kleiner geworden, aber die Ideen sind bei dem Achtjährigen ganz groß geblieben. Weil er auch ein Autofan ist, hatte er sich schnell entschieden. „Ich habe dann ein Autohaus gebaut, weil man dort die Autos kaufen kann“, erklärt er. Zu Hause kramt er seine Legosteine nicht mehr so oft hervor, wie der Vater erzählt. Aber an der Ferienstadt hat er heuer zum zweiten Mal mitgebastelt. „Hat Spaß gemacht, und mein Autohaus passt gut in die Stadt“, freut sich Michael.

Ganz schön bunt und groß: Voller Stolz zeigen die 38 kleinen Baumeister ihre Stadt. Sie steht in den Räumen der Freien evangelischen Kirche.

Für das Gesamtwerk hat Stefan Götz einen guten Blick. Die schönsten Motive der Legostadt, die aus insgesamt einer Tonne Bausteine besteht, hält er mit dem Smartphone fest. „Bei mir ist das mit Lego schon eine Weile her“, sagt der 53-Jährige aus Herrsching. Etwas wehmütig steht er vor dem großen Turm und wirft einen Blick Richtung Turmspitze: „So hoch hätte ich auch immer bauen wollen.“ Er habe aber nie so viele Steine besessen, dass sich dieser Traum erfüllt hätte. „Ich habe halt dann gern immer etwas gebaut, was sich bewegt hat, Autos und so.“

So hoch wollte ich auch mal bauen: Stefan Götz machte eine Reise zurück in seine Kindheit.

Initiiert hat die Legostadt Pastor Thomas Scheitacker von der Freien evangelischen Gemeinde. „Lego ist zeitlos“, sagt er. Doch die Kinder würden nicht mehr so handfest basteln. „Es gibt so viele digitale Ablenkungsmöglichkeiten.“ Da wolle man dazu beitragen, „dass die auch tatsächlich etwas in die Hand nehmen“. „Es ist aber immer wieder schön, wie kreativ die Kinder sind“, lobt Scheitacker die 36 Buben und zwei Mädchen.

Es sei ganz schön lebendig zugegangen, so der Pastor. Aber mit ein paar Regeln habe das gut funktioniert. Jeder sei für sein Modell zuständig gewesen und habe abends aufräumen müssen. „Eigentlich wie zu Hause. Aber woanders passt man wahrscheinlich besser auf“, sagt der Pastor. Aber er hat auch mit Liedern und Texten in den Bastelpausen dafür gesorgt, dass die christliche Umgebung nicht vergessen wird. „Spaß, Freude und Kirche können sich wunderbar ergänzen. “

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