Dieser Motor ist das Herz der Energiezentrale. Das Foto entstand beim Einbau.  Foto: archiv
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Dieser Motor ist das Herz der Energiezentrale. Das Foto entstand beim Einbau.

Germering

Energiezentrale muss umgebaut werden

  • Tobias Gehre
    vonTobias Gehre
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Die sogenannte Energiezentrale im Gewerbegebiet Nord muss nach nur sechs Jahren Betrieb umgebaut werden. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Probleme mit dem Kraftwerk gegeben. Für die Erneuerung muss die Stadt Germering tief in die Tasche greifen.

Germering – Die Anlage versorgt die Betriebe im Gewerbegebiet im Germeringer Norden mit Wärme. Befeuert wird die Energiezentrale mit umweltfreundlichem Bio-Methan. Sie ging im Juli 2014 in Betrieb. Der Bau kostete mehr als 2,5 Millionen Euro.

Doch schon bald gab es Probleme mit der Anlage, wie in der jüngsten Sitzung des Stadtrats bekannt wurde. Die Betriebsbedingungen hätten nicht den Herstellervorgaben entsprochen, die Lüftungsanlage hätte nicht genügend Luft bekommen und die Hauptstromkabel hätten nicht den technischen Vorschriften entsprochen. „Die Probleme führten dazu, dass das Blockheizkraftwerk immer wieder entweder mit verminderter Leistung oder gar nicht betrieben werden konnte“, so die Verwaltung.

Ein Planungsbüro und ein Spezialist für Blockheizkraftwerke haben die Anlage unter die Lupe genommen. Ihre Schlussfolgerung: Es sind technische Umbauten notwendig. Demnach muss das Speichervolumen des Kraftwerks erhöht werden – von derzeit 27 auf 147 Kubikmeter. Nur so könne die vom Hersteller geforderte Betriebsweise erreicht werden. Billig wird die Nachrüstung nicht. Die Kosten betragen nach Angaben der Verwaltung rund 852 000 Euro.

Im Wirtschaftsplan der Stadt ist diese Ausgabe heuer nicht vorgesehen. Das Geld soll daher von einem anderen Energieprojekt der Stadt abgezweigt werden. Am Hallenbad ist eine sogenannte Wärmeinsel geplant. Dafür stehen 1,7 Millionen Euro zur Verfügung. Weil das Vorhaben aber heuer nicht mehr verwirklicht wird, könne das Geld umgeleitet werden. Durch diesen „Trick“ soll die Energiezentrale möglichst schnell auf Vordermann gebracht werden. Zudem könne so auch die Maschine geschont werden.

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