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An diesen Standorten wurden Scheiben eingeschlagen.

Germering

Täter ziehen durch die Stadt: Erneut Seitenscheiben von Autos eingeschlagen

Die Angst geht um bei Germeringer Autobesitzern. Bereits zweimal zog ein Rowdy durch die Nacht und zertrümmerte wahllos Seitenscheiben.

Germering -   An 17 geparkten Wagen hat er bereits enormen Schaden angerichtet. Einen Schutz gegen diese Zerstörungswut gibt es kaum. 

Worauf es der Autofenster-Knacker eigentlich abgesehen hat, ist völlig unklar. Er zerstört alte Autos und neue, kleine und große, teure und günstigere. In der Nacht auf Freitag hat er unter anderem die Seitenscheiben von zwei Taxis eingeschlagen. Eines war ein Großraum-Taxi und stand in der Schillerstraße. Daraus ließ der Täter eine Tasche mit Bargeld und Ausweisen mitgehen. Aus dem Taxi in der Lohengrinstraße stahl er einen Geldbeutel. Insgesamt vielen ihm mehrere hundert Euro in die Hände. In den anderen Fahrzeugen, unter anderem einem Wohnmobil in der Holzbachstraße, fand der Täter keine lohnende Beute. 

Möglicherweise hat ein Anwohner in der Holzbachstraße den Randalierer und einen eventuellen Komplizen gesehen. Der Mann war um 22.30 Uhr auf seinem Balkon. Er beobachtete zwei junge Männer zwischen 21 und 27 Jahren, die mit Taschenlampen in jedes geparkte Fahrzeug leuchteten. Als der Anwohner sie ansprach, pöbelten die schlanken Unbekannten in schwarzen Jacken und Jogginghosen ihn an – und zwar in akzentfreiem Deutsch. Danach flüchteten sie in Richtung Salzstraße. 

Die Polizei fährt derzeit verschärft Streife. Es ist aber nicht auszuschließen, dass der Randalierer wieder auf Zerstörungstour geht. Sollten sie erneut gesehen werden, bittet Polizeisprecher Andreas Ruch Zeugen, nicht selbst einzugreifen, sondern sofort unter dem Notruf 110 die Polizei zu alarmieren. Zum einen könnte es für eventuelle Zeugen sonst gefährlich werden, zum anderen hätten die Beamten dann größere Chancen den Täter zu schnappen. „Wer kann, sollte sein Fahrzeug in nächster Zeit nachts in eine Garage fahren“, so Ruch. Wer diese Möglichkeit nicht hat, solle wenigstens keine Taschen, Geldbeutel oder andere wertvollen Gegenstände nachts in den Wagen liegen lassen.

 Eine Garantie, der Zerstörungswut des Unbekannten zu entgehen, sei das jedoch nicht. Besonders gefährlich kann es für Autobesitzer in Nächten werden, in denen starker Wind weht. Dann sind weniger Passanten auf der Straße. „Außerdem schreiben Anwohner laute Geräusche dann dem Wetter zu und denken nicht daran, dass gerade ein Auto aufgebrochen wurde.“ Ideale Bedingungen also für den Fenster-Knack

Zeugenaufruf: Wer in der vergangenen Nacht Beobachtungen gemacht hat, die mit der Sachbechädigungsserie in Verbindung stehen könnten, wird gebeten, sich bei der Germeringer Polizei unter Tel: 089-89 41 57-110 zu melden.

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