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Die Kerschensteiner Schul wird erweitert.

Wegen Immobilie-Boom

Erweiterung der Kerschensteiner Schule wird teurer

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Die Erweiterung der Kerschensteiner Schule wird voraussichtlich mehr als 1,5 Millionen Euro teurer als geplant. Trotzdem soll das Projekt durchgezogen werden.

Germering – Begeisterung sieht anders aus. Mit versteinerten Mienen nahmen die Stadträte die Angebote, die nach Ausschreibung von 60 Prozent der Arbeiten eingegangen sind, zur Kenntnis. Um 1,63 Millionen Euro liegen die Mindestgebote über dem Ansatz von knapp 4,7 Millionen Euro.

Kostentreiber sind vor allem die sogenannten Baumeisterarbeiten, wie der zuständige Architekt Burkhard Basner vom Architekturbüro Köhler in der jüngsten Sitzung des Stadtrates erklärte. Die Preise für Schalungen lägen doppelt bis dreifach so hoch wie 2018, wegen der Hochkonjunktur seien zudem deutlich höhere Stahlpreise zu verzeichnen. Und auch die Entsorgung von Erdreich oder anderen Stoffen sei von den Deponiebetreibern erhöht worden.

Deutlich teurer als erwartet fallen auch die Fensterarbeiten aus. Gingen Architekt Basner und seine Kollegen von Kosten in Höhe von 351 000 Euro aus, liegt das günstigste Angebot bei rund 624 000 Euro.

Kein Aufhebungsverfahren: Stadträte befürchten Verzögerungen

Noch könnte die Stadt das Ausschreibungsverfahren aufheben. Die Stadtverwaltung rät davon allerdings ab. Zu unsicher seien die Folgen eines solchen Schrittes. Ein Aufhebungsverfahren lande gerade bei der momentanen konjunkturellen Lage womöglich vor einer Vergabekammer, die den Sachverhalt bis zu drei Monate lang prüfe. Außerdem sei damit zu rechnen, dass sich wegen der vollen Auftragsbücher an einer erneuten Ausschreibung weniger Unternehmen beteiligen – auch mit geringeren Kosten sei nicht zu rechnen. Und: Der Bauablauf würde durch eine Aufhebung erheblich gestört. Eine Verzögerung könne man sich aber nicht leisten. Schon jetzt würden aus Platzmangel Fachräume an der Schule als Klassenzimmer genutzt. Als Sachaufwandsträger für die Schule ist die Stadt aber verpflichtet, geeignete Räume zur Verfügung zu stellen.

Auch die Stadträte sprachen sich gegen eine Aufhebung der Ausschreibung aus. „Dadurch machen wir womöglich nichts gut“, sagte Peter Klotz (FDP). Robert Baumgartner (SPD) befürchtete, dass die Stadt bei einer erneuten Ausschreibung womöglich noch schlechter weg komme.

Am Ende entschied sich das Gremium einstimmig – aber zähneknirschend –, die höheren Kosten zu akzeptieren. Immerhin: Der Zeitplan soll eingehalten werden. Anfang August sollen die Arbeiten beginnen. Insgesamt soll das Projekt jetzt knapp 11,5 Millionen Euro kosten.

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