Im Kreativraum des neuen ASP-Spielhauses haben die Kinder Spaß am Basteln.
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Im Kreativraum des neuen ASP-Spielhauses haben die Kinder Spaß am Basteln.

Jetzt herrscht wieder Betrieb

Etwas Normalität am Abenteuerspielplatz

  • VonHans Kürzl
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Der Abenteuerspielplatz (ASP) am Aubinger Weg ist zwar schon seit Mitte Mai wieder geöffnet. So richtig Betrieb herrscht nach den Lockerungen aber erst seit rund drei Wochen.

Germering – Seit ziemlich genau zehn Jahren ist Martin Pollok Leiter des Abenteuerspielplatzes. Aufbruchstimmungen hat er schon oft erlebt: Wenn es ein neues Programm oder Spielgerät zu präsentieren galt beziehungsweise den Start in ein Ferienprogramm. Nun aber toppt das neue Spielhaus dieses Gefühl. Seit der offiziellen Eröffnung im Herbst des vergangenen Jahres ist es zum ersten Mal so richtig mit Leben erfüllt. Auch dank der Corona-Lockerungen der letzten Wochen: „Das ist schon wie eine Befreiung. Bei den Kindern, bei den Jugendlichen merkt man das Durchatmen.“ Alles wirke befreiter, jeder ein Stück fröhlicher. Pollok selbst sieht dabei zufrieden aus – trotz aller Anspannung wegen der Pandemie.

Die Hinweise auf Abstände und Hygieneregeln in den hellen offenen Räumlichkeiten sind auch nicht zu übersehen. Doch die jungen Besucher halten sich daran – die Jugendlichen vom Hort beim Billardspielen im Aufenthaltsraum genauso wie die Mädchen und Buben im Kreativraum. Der Mundschutz darf nur im Freien runter und auf dem Baugelände.

ASP-Leiter Martin Pollok ist erleichtert. Mit den Lockerungen der vergangenen Wochen kann auch im Baubereich wieder fleißig gearbeitet werden.

Ein Zeichen des Aufatmens zeigt sich auch beim Blick auf das Programm. Pollok weist ausdrücklich darauf hin, dass die Backstube wieder offen ist: Pizza steht zum Beispiel am heutigen 13. Juli auf dem Speiseplan, Sandwiches am 20. Juli. „Vor den Lockerungen war das nicht möglich“, erzählt Pollok.

Er schildert auch, dass das mit dem Leben im sprichwörtlichen Sinn in den neuen Räumen noch vor ein paar Wochen eher überschaubar war: „Ein Kind, vielleicht zusammen mit einem Geschwister.“ Teilweise habe auch das Wetter nicht mitgespielt, mal zu kalt, mal zu nass, mal zu warm.

Im neuen Spielhaus steht auch ein gut ausgerüsteter Werkraum zur Verfügung.

Was sich aber trotz aller Aufbruchstimmung nicht geändert hat, sind Formalien und Formulierungen. Für alle Aktionen ist immer noch eine vorherige Anmeldung per Mail oder Telefon notwendig, wenn man für sein Kind auf Nummer sicher gehen will. „Spontan geht auch, aber nur wenn noch Platz ist.“

Und das Team um Pollok hat dabei immer im Hinterkopf, dass die Situation wieder kippen kann: „Einschätzung und Vorgaben durch die Staatsregierung können sich jederzeit ändern.“ Heißt unter anderem: Man habe das Programm mit viel Engagement und mit Blick auf die Sehnsucht der Kinder nach Kontakten erstellt. „Im Hinterkopf wissen wir, dass alles unter Vorbehalt sein kann“, sagt Pollok.

Trotzdem wird weiter gebastelt, gekickert, gehüpft und auch geplant. Eine Kletterwand werde noch kommen, erläutert Pollok. „Da machen wir uns aber keinen Stress, wann das sein wird.“ Ebenso darf auch der Terminkalender gezückt werden. Denn die Wasserrutsche ist für das Ferienprogramm fest eingeplant. „Ein Stück Normalität“, so Pollok. Es gebe bereits einige Buchungen.

Informationen zum ASP gibt es auf www.germering.de/asp/. Für den Besuch im Spielhaus sind Masken mitzunehmen.

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