Anita Jörger-Blumberg dekoriert ihr Gesteck mit Zweigen.
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Anita Jörger-Blumberg dekoriert ihr Gesteck mit Zweigen von Hagebutte und Ilex, auch Kiefer und Fichte sind möglich.

Serie: Mein Corona-Winter

Floristin verrät Tricks für ein wandlungsfähiges Gesteck

  • Helga Zagermann
    vonHelga Zagermann
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Eine Alternative zu Adventskränzen: Die Germeringer Floristin Anita Jörger-Blumberg bastelt für die Tagblatt-Serie „Mein Corona-Winter“ ein (Winter-)Gesteck.

Germering – Adventskränze sind zuletzt viele gekauft und gebastelt worden. Um jetzt etwas Abwechslung zu schaffen, hat sich die Germeringer Floristin Anita Jörger-Blumberg für die Tagblatt-Serie „Mein Corona-Winter“ ein (Winter-)Gesteck einfallen lassen. Es kann schon im Herbst und auch noch nach Weihnachten genutzt werden, bis zum Frühling und – mit anderen Materialien – sogar das ganze Jahr über. Weiterer Vorteil gegenüber dem klassischen Adventskranz: Weil die Kerze in einer Glasvase steht und sich die gesamte Deko außerhalb des Glases befindet, ist die Brandgefahr wesentlich niedriger.

Benötigte Materialien: eine Glasvase (möglichst mit geraden Wänden), eine Kerze, ein großer Dekoteller/eine Servierplatte oder einfach ein großer Essteller als Untersetzer, ein größerer Gummiring (er sollte locker um die Vase passen), Fichtenzapfen (etwa zehn bis 15 Stück, je nach Durchmesser der Vase), dünner Golddraht (mehrere Meter), etwas breiteres Deko-/Geschenkband, Zweige von Hagebutte, Ilex (Stechpalme), Kiefer oder Fichte, nach Wunsch weiteres Dekomaterial und Dekosand.

Gummi um die Vase, dann Zapfen für Zapfen außen anlegen.

Anleitung: Den Gummiring auf mittlerer Höhe um die Vase legen, dann nach und nach die Zapfen hochkant zwischen Gummiring und Vase schieben, bis der Zapfen-Ring um die Vase geschlossen ist. Im nächsten Schritt wird dünner, goldfarbiger Draht (silberfarbener ist natürlich auch möglich) außen fest um den Zapfen-Ring gewickelt, dabei die Höhe bei jeder Runde leicht variieren. Nach etwa zehn Runden den Draht abschneiden und feststecken. Dann mit einem breiteren Geschenkband das Ganze einmal umwickeln und eine Schleife binden. Jetzt wird der Gummiring durchgeschnitten und herausgezogen. Die Vase wird dann auf den Untersetzer gestellt. „In die Vase kann man Sand einfüllen, dann steht die Kerze gut und es sieht noch schöner aus“, sagt Anita Jörger-Blumberg. Schließlich kommt eine Kerze nach Wahl in die Vase.

Etwa zehn Runden Draht herumwickeln, dann hält alles.

Nun geht es ans Dekorieren. In den Zapfen-Ring und außen an den Untersetzer kann man Zweige von Fichte und Kiefer einsetzen, die 42-Jährige verwendet wegen der schönen Früchte gerne Stechpalme und Hagebutten. „Das Schöne ist: Man kann die Zapfen im Wald sammeln und an Zweigen alles verwenden, was man im eigenen Garten oder in der Natur findet.“ Und sobald etwas verwelkt ist oder zu sehr nadelt, wird es durch neues Material ersetzt.

Wer es gerne weihnachtlicher mag, der kann mit weiterer Deko wie mit kleinen Christbaumkugeln oder Strohsternen arbeiten. „Generell ist vieles möglich, was sich an Deko im Haus findet“, sagte Anita Jörger-Blumberg, die seit 25 Jahren bei „Blumen Advena“ an der Hörwegstraße arbeitet. Seit 20 Jahren gehört ihr das Geschäft. Aus der Erfahrung weiß sie, dass die meisten am liebsten dann basteln, wenn sie schon viele der benötigten Materialien daheim haben oder einfach besorgen können. „Und eine Vase und einen schönen Untersetzer gibt es wohl in jedem Haushalt.“

Nach 15 Minuten fertig: das (Winter-)Gesteck. Fotos: Peter Weber

Die weiteren Zutaten aus der Natur und dem Bastelbedarf könne man günstig beschaffen. Den Zeitaufwand für das Gesteck gibt die Floristin mit 15 Minuten an.

Die Aktion: Weil in Corona-Zeiten viele Bräuche und Gewohnheiten in der dunklen Jahreszeit ausfallen müssen, holt das Tagblatt diese in die Zeitung. Es gibt Spirituelles von Geistlichen, Profitipps für Küche und Bastelstube und vieles mehr. Leser können aber auch selbst aktiv werden: Schicken Sie Ihren Bastel-, Back- oder Kochtipp am besten per E-Mail an redaktion@ffb-tagblatt.de, Betreff: Corona-Winter. Dorthin können Sie auch Leserfotos zum Thema „Herzerwärmend“ schicken.

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