Gedenken in Corona-Zeiten: Stellvertretend hatten sich am Kriegerdenkmal nahe St. Jakob Pfarrer Andreas Christian Jaster (hinten v.l.), Mesner Joseph Schneider, Roland Kazior vom Veteranen- und Soldatenverein, Pfarrerin Ruth Freiwald, Jens Prescher von der Reservisten- und Veteranenkameradschaft sowie Oberbürgermeister Andreas Haas (vorne) und Stefanie Danzer vom VdK eingefunden. Foto: Kürzl
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Gedenken in Corona-Zeiten: Stellvertretend hatten sich am Kriegerdenkmal nahe St. Jakob Pfarrer Andreas Christian Jaster (hinten v.l.), Mesner Joseph Schneider, Roland Kazior vom Veteranen- und Soldatenverein, Pfarrerin Ruth Freiwald, Jens Prescher von der Reservisten- und Veteranenkameradschaft sowie Oberbürgermeister Andreas Haas (vorne) und Stefanie Danzer vom VdK eingefunden.

Germering

Volkstrauertag: Friedens-Appell im kleinen Kreis

  • vonHans Kürzl
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Auch in Corona-Zeiten sollten die Toten von Krieg und Gewalt nicht vergessen werden. In Germering gab es deshalb am Volkstrauertag ein Gedenken im kleinen Kreis.

Germering – Es war auch eine Mahnung der besonderen Art, die Pfarrer Andreas Christian Jaster am Kriegerdenkmal bei Sankt Jakob aussprach: „Das Gedenken ist heuer anders, aber es darf nicht unter den Tisch fallen.“ Selbst in der Corona-Pandemie müsse man sich des Kerns der Bedeutung, die der Volkstrauertag in sich trage, bewusst sein und bleiben. „Er mahnt zum Frieden für die Welt und in unserer Welt.“

Man dürfe nicht nachlassen, aus der Geschichte zu lernen, setzte Oberbürgermeister Andreas Haas diesen Gedanken fort. Deshalb sei es ebenso wichtig, diejenigen Menschen zu stärken, die sich gegen das Vergessen stemmen würden. Er sprach dabei insbesondere junge Menschen an. Sie würden hinterfragen und sich mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern austauschen.

„Nicht wenige pflegen Kriegsgräberstätten in ganz Europa“, sagte Haas. Dieses Engagement bewahre die Gefallenen der Weltkriege vor dem Vergessen. Auch Germeringer und Unterpfaffenhofener seien nicht mehr heimgekehrt. „Jeder hat Gedenken verdient – ganz gleich, ob wir die Namen kennen oder nicht“, so Haas. Ausdrücklich wies er noch auf die Bundeswehrangehörigen hin, die bei Auslandseinsätzen ums Leben gekommen waren.

In diesem Sinn fielen die Fürbitten aus, die von Pfarrerin Ruth Freiwald vorgetragen wurden. „Bewahre uns vor Gleichgültigkeit“, hieß es an einer Stelle. Als Vertreter der Veteranen-, Soldaten und Kameradschaftsvereine hatten noch Roland Kazior und Jens Prescher an der kurzen Gedenkveranstaltung teilgenommen. Den VdK hatte Stefanie Danzer vertreten.

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