Wird abgerissen: Das Haus an der Hartstraße 3, das jahrelang das Schuhgeschäft Butz beherbergte.
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Wird abgerissen: Das Haus an der Hartstraße 3, das jahrelang das Schuhgeschäft Butz beherbergte.

Am Kleinen Stachus

Früheres Schuhhaus wird abgerissen: Gebäude soll größerem Neubau

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Das Haus an der Hartstraße 3, das jahrelang das Schuhgeschäft Butz beherbergte, wird abgerissen.

Germering – Das Schuhhaus Butz war das erste Schuhhaus in Germering, das nach dem Zweiten Weltkrieg geöffnet wurde. Der Stammsitz an der Hartstraße 3 am Kleinen Stachus beherbergte zuletzt das „Kinderschuhwerk“ von Angelika Butz. Das Geschäft wurde allerdings vor rund einem Jahr geschlossen. Jetzt steht fest: Das Haus soll abgerissen und ein Neubau hingestellt werden. Die Verbindung des Namens Butz mit Schuhen bleibt der Stadt aber erhalten. Seit Jahren bietet Butz & Staab im Germedicum Schuh- und Reha- sowie Orthopädie-Technik und Sanitätsbedarf.

Stadtbaumeister Jürgen Thum stellte jetzt im Planungs- und Bauausschuss die Pläne für das Butz-Grundstück am westlichen Ende der Hartstraße vor. Demnach ist bei der Stadt ein Antrag auf Vorbescheid eingegangen, der zunächst den Abbruch des bestehenden Gebäudes zum Inhalt hat. Anschließend soll an Ort und Stelle ein neues Wohn- und Geschäftshaus gebaut werden. Insgesamt sollen dabei neun Wohnungen und ein Ladengeschäft mit rund 100 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen. Es wird zur Hartstraße hin vierstöckig sein mit einem Terrassengeschoss als Abschluss.

Nach Norden wird das neue Gebäude rund acht Meter länger sein als das bestehende. Dieser hintere Bauteil wird dreigeschossig geplant. Auch hier ist der oberste Stock terrassenförmig zurückgesetzt. Dem geltenden Bebauungsplan zufolge sind nur zwei Geschosse vorgesehen. Ein Problem stellt dies aber nicht dar, erklärte Thum: Der gesamte Neubau orientiert sich am bestehenden Nachbargebäude der Hartstraße 1. Künftig haben beide Häuser die gleiche Höhe – und eine gemeinsame sogenannte Kommunwand.

Die Überschreitungen der bestehenden Baugrenzen ist deswegen aus Sicht des Bauamts auch kein Problem: „Die dargestellte Bebauung fügt sich durchaus in die Umgebung ein und ist im Sinne einer maßvollen Nachverdichtung städtebaulich vertretbar.“ Die notwendigen Stellplätze werden in einer Tiefgarage mit zwölf Einheiten und mit drei oberirdischen Plätzen nachgewiesen.

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