Der neue Vorstand: Sonja Thiele (l.) übernimmt das Amt der Fördervereins-Vorsitzenden. Unterstützt wird sie von Eike Höppner und Anita Schindler (r.) sowie von Bernd Dittrich. Die weiteren Vorstandsmitglieder waren nicht anwesend.
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Der neue Vorstand: Sonja Thiele (l.) übernimmt das Amt der Fördervereins-Vorsitzenden. Unterstützt wird sie von Eike Höppner und Anita Schindler (r.) sowie von Bernd Dittrich. Die weiteren Vorstandsmitglieder waren nicht anwesend.

Germering

Geballte Kompetenz für eine soziale Stadt

  • vonHans Kürzl
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Seit vielen Jahren ist die Germeringer Insel ein wichtiger Baustein im sozialen Leben der Stadt. Hier finden Betroffene Hilfe und Beratung auf verschiedenen Gebieten. Nun hat der Förderverein einen neuen Vorstand – mit erfahrenen Kräften.

Germering – An der Spitze des Fördervereins der Germeringer Insel steht nun Sonja Thiele. Sie löst Christian Dittrich ab, der sieben Jahre dieses Amt innehatte. Zudem war er von der Gründung des Vereins an, das war 2011, in der Vorstandschaft. Neu im Amt sind zudem als stellvertretende Vorsitzende Bernd Dittrich und Eike Höppner. In der gleichen Funktion bestätigt wurden außerdem Vera Greif, Anita Schindler und Heinz Wichert.

Die „Neuen“ sind erfahrene Kräfte, die das soziale Leben in Germering bereits in verschiedenen Funktionen prägen. Höppner etwa war in der vergangenen Amtsperiode des Stadtrates Kindergartenreferentin. Bernd Dittrich gehört dem 2019 gegründeten Teilhabebeirat an, der sich aus einem Zusammenschluss von Behinderten- und Seniorenbeirat gebildet hatte. Thiele schließlich war nicht nur lange Geschäftsführerin des Sozialdienstes, sondern ist auch im Stadtrat vertreten. Trotz aller Erfahrung zeigte Thiele großen Respekt vor der zukünftigen Aufgabe und ihrem Vorgänger: „Ich trete in große Fußstapfen.“

Solide Finanzen

Damit gemeint war Christian Dittrich, der neben dem Amt des Vorsitzenden lange ebenso die Rolle des Schatzmeisters übernommen hatte. Die gute Nachricht: Er übergibt trotz der Corona-Krise einen mehr als soliden Verein. Das zeigte sich in der Jahresversammlung schon an den Zahlen, die er präsentierte. So wurde im Jahr 2019 ein Gesamt-Überschuss von etwa 23 200 Euro erzielt, aktuell beträgt das Vermögen 66 200 Euro. Über 20 000 Euro sind sogenannte freie Rücklagen, die der Verein frei vergeben kann. Die weiteren Beträge stehen zweckgebunden etwa für Familienprojekte und Freiwilligenagentur zur Verfügung.

Ordentlich Geld in die Kassen spülten 2019 eine Tombola im AEZ und ein Benefizkonzert in der Pfarrei St. Martin. Letzteres brachte die kuriose Summe von 2222,22 Euro ein. So konnte unter anderem eine Sprachenschulung unterstützt werden, die im Amt für Jugend, Familie, Senioren und Soziales angesiedelt war. Für das Familiencafé Zenja gab es eine neue Innenausstattung, die Germeringer Tafel erhielt ebenfalls eine Zuwendung. Auch finanziell bedauerte Dittrich den Wegfall der Charity Night, die jahrelang im „Griabign“ stattfand, aber 2019 wegen des Rückzuges von Wirt Alex Maffei ausfiel.

Mitgliederzahl stabil

Sorgen bereitet Dittrich der Mitgliederstand, der seit dem Jahr 2019 stabil, aber eben auch unverändert bei 128 liegt. „Wir tun uns schwer damit, neue Mitglieder zu finden.“

Christian Dittrich hatte auf eigenen Wunsch nicht mehr kandidiert. „Ich bin in meinen Leben immer gut damit gefahren, Entscheidungen dann zu treffen, wenn ich sie selbst noch beeinflussen kann“, so der 77-Jährige.

Gabriele Pichelmaier gab als Grund für ihren Rückzug unter anderem ihr Engagement im Stadtrat an. „Und dazu noch fünf Enkelkinder.“

Verabschiedet wurde noch Schriftführer Kurt Köhler, der ebenso wie die beiden anderen von Beginn an im Förderverein an verantwortlicher Stelle dabei war. Oberbürgermeister Andreas Hass, Beisitzer im Förderverein, lobte: „Gerade in Corona-Zeiten ist das Engagement für den sozialen Bereich nicht hoch genug einzuschätzen.“

Vor allem das Mehrgenerationenhaus sei für die Unterstützung sehr dankbar. 2020 hat der Verein coronabedingt noch keine Veranstaltung abhalten können. Auch die Jahresversammlung, die nun schließlich stattfand, war ursprünglich bereits für den April vorgesehen gewesen.

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