Radfahrer nutzen eine vorübergehend abgesperrte Straßenspur an der Alster als Radweg.
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Pop-up-Radwege wie hier in München sorgen für mehr Sicherheit für die Radler. (Symbolfoto)

Großstädte als Vorbild

Germering: Grüne fordern Pop-up-Radwege

  • Eva Strauß
    vonEva Strauß
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In der Pandemie steigen viele aufs Rad um. Die Grünen fordern nun, Pop-up-Radwege in Germering zu errichten.

Germering – Hamburg, Berlin, München: In vielen Städten sind sie wie Pilze aus dem Boden geschossen: Pop-up-Radwege. Das sind kurzfristig eingerichte Radwege, die Radlern schnell mehr Sicherheit und mehr Platz bieten sollen. Die Grünen-Fraktion im Stadtrat möchte solche Wege auch in Germering umsetzen. Sie beantragt, dass der Stadtrat die Rathausverwaltung beauftragen soll, ein Konzept für temporäre Pop-up-Radwege und Pop-up-Radlständer zu entwickeln. Realisiert werden soll das Ganze bis zum Sommer diesen Jahres. Ende des Jahres sollen die durchgeführten Maßnahmen dann bewertet und dem Stadtrat vorgelegt werden, heißt es in dem Antrag weiter.

Nach einem Jahr der Corona-Pandemie sei bereits jetzt erkennbar, dass auch heuer im Sommer der Radverkehr weiter zunehmen und eine wichtige Rolle für die lokale Mobilität spielen werde, begründen sie ihre Forderung. Bereits 2020 wurden in vielen Städten und Gemeinden erfolgreich temporäre Radwege eingerichtet, die eine sichere Infrastruktur für Radfahrer bereitstellten.

Gleichzeitig weisen Verbände wie ADFC und der Verkehrsclub Germering dringend darauf hin, mehr für die Sicherheit der Fahrradfahrer zu unternehmen, so die Grünen-Fraktion. Viele Germeringer würden sich auf den Straßen in der Stadt unsicher fühlen. Mit der Einrichtung von temporären Pop-up-Radwegen könnten zudem einfach und unkompliziert neue Radrouten getestet werden.

Doch nicht nur durch temporäre Radwege soll Germering radlfreundlicher werden. Die Gründen fordern auch Pop-up-Radlständer und Abstellplätze für Lastenräder anstelle von Autoparkplätzen. Dies würde sich ihrer Meinung nach zum Beispiel in der Otto-Wagner-Straße und Unteren Bahnhofstraße anbieten. Um Kosten zu sparen, könnten dazu aktuell nicht benötigte Radlständer verwendet werden.

Für die Erarbeitung des Konzeptes schlagen die Grünen die Sachgebiete Umweltangelegenheiten zusammen mit dem Institut für innovative Städte vor. Beiden Stellen haben sich bereits intensiv mit dem Fahrradverkehr in Germering beschäftigt und sollten die geeigneten Stellen für die Pop-up-Radwege und Ständer schnell identifizieren können, heißt es weiter.

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