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Grünes Licht für Germering: Das innerstädtische Busnetz wird zum Dezember 2021 optimiert. Der Stadtrat billigte die vom Werkausschuss empfohlene Neuausschreibung von Linien durch den zuständigen Landkreis. (Symbolfoto)

Stadtrat genehmigt Neuausschreibung

Grünes Licht für dichteres Busnetz

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Das innerstädtische Busnetz wird zum Dezember 2021 optimiert. Der Stadtrat billigte die vom Werkausschuss empfohlene Neuausschreibung von Linien durch den zuständigen Landkreis. Künftig sollen alle wichtigen Punkte des Stadtgebietes mit dem Bus erreichbar sein.

Germering – Hermann Seifert, Leiter der ÖPNV-Stabsstelle im Landratsamt, hatte die geplante Verbesserung des Busnetzes ab Dezember 2021 im Werkausschuss schon ausführlich vorgestellt. Zur entscheidenden Sitzung des Stadtrats im Orlandosaal der Stadthalle war Seifert jetzt per Videoschalte großformatig präsent. Er stellte das neue Konzept noch einmal in wenigen Worten vor – OB Andreas Haas hatte zu Beginn der Sitzung angehalten, coronabedingt auf ausführliche Redebeiträge zu verzichten.

Kernpunkte des neuen Systems ist laut Seifert die flächendeckende Anbindung des Stadtgebiets an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Dazu gibt es künftig mehr überörtliche Linien, aber auch neue innerörtliche Verbindungen. Die über Germering hinausfahrenden Busse haben den Vorteil, dass sie vom Landkreis finanziert werden, obwohl sie auch das Stadtgebiet versorgen. Es handelt sich um folgende Linien: 157 (Kerschensteiner Siedlung – GEP – Freiham – Pasing), 260 (Bahnhof Germering – Planegg – Neuried – Fürstenried West), 852 (Fürstenfeldbruck – Alling – Germering), 860 (Olching – Eichenau – Puchheim-Ort – Germering – Freiham) und X850 (Fürstenfeldbruck – Puchheim-Ort – Germering).

Die von der Stadt bezahlten innerstädtischen Linien werden teilweise anders geführt oder sind völlig neu. Der 851er-Bus fährt künftig von der Alfons-Baumann-Straße über den Stachus, Wittelsbacher und Münchner Straße zum Bahnhof Harthaus. Den Schwenk in die Kriemhildenstraße lässt der Bus aus. Die Linie 857, die zurzeit beide Bahnhöfe anbindet, endet künftig am GEP – Harthaus wird von ihr nicht mehr angefahren.

Ganz neu ist die Linie 859: Sie geht vom Freibad aus über den Volksfestplatz und die Hartstraße zur Südseite des Bahnhofs Harthaus. Auf dem Rückweg ändert der Bus ab dem Freibad seinen Namen und fährt als Linie 858 über das GEP zum Wohngebiet Kriemhildenstraße.

Die jährlichen Gesamtkosten für die Stadt werden trotz der Ausweitung des Netzes nicht wesentlich steigen. Es bleibt bei rund 1,1 Millionen Euro im Jahr. Die neuen Linieneinführungen müssen jetzt schon beschlossen werden, weil sie ausgeschrieben werden müssen. Nur so kann das neue Netz zum Dezember 2021 eingeführt werden. Nach der Zustimmung des Stadtrates wird die Ausschreibung noch in diesen Tagen in die Wege geleitet, erklärte Seifert.

Der für den ÖPNV zuständige Werkreferent des Stadtrates, Christian Ganslmeier (CSU), sprach von einer wesentlichen Verbesserung des innerstädtischen Busnetzes. Mit der neuen 859er-Linie sei endlich das seit Jahrzehnten abgehängte Harthaus südlich der Bahnlinie wieder mit dem Bus erreichbar.

Daniel Liebetruth (SPD) nannte das neue Netz auch gut und attraktiv. Er vermisse aber die Anbindung des Germeringer Sees. OB Andreas Haas antwortete ihm, dass dies Teil der ursprünglichen Überlegungen gewesen sei. Wegen der finanziellen Folgen der Corona-Krise habe man sich dann aber auf das beschränkt, was erforderlich sei.

Hermann Seifert fügt hinzu, dass eine eigenständige Minibus-Linie zum See ganz leicht nachjustiert werden könne. Wie diese aussehen kann, ob sie beispielsweise nur saisonal fährt oder vor allem an den Wochenenden, müsste man aber noch klären.

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