Mehrere Menschen sind stehend und sitzend versammelt, rechts legt Christian Ganslmeier den Grundstein.
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Der Grundstein für das Hospiz- und Frauenhaus wurde vor der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche gelegt, und zwar von Christian Ganslmeier (r.), Vorsitzender der Sozialstiftung. Mit dabei war Altbürgermeister Peter Braun (M.), Vorsitzender des Hospizvereins. Sitzend beobachtet Gabriele Strobl die Szene. Ihrer Stiftung war das Grundstück nahe des Rathauses überlassen worden.

Neues Hospiz- und Frauenhaus

Grundsteinfeier für ein Haus der Würde

  • vonHans Kürzl
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Der Grundstein für das neue Hospiz- und Frauenhaus an der Unteren Bahnhofstraße ist gelegt. Coronabedingt konnte dies nur symbolisch in kleinem Rahmen in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche erfolgen.

Germering – „Es wird ein Haus entstehen, das dem Leben Respekt entgegenbringt“, sagte Pastoralreferent Christian Kube als Vertreter der katholischen Kirche bei der Segnung des Grundsteins. Dem schloss sich Michael Lorenz für die evangelische Kirche an: „Es wird ein Haus der Nächstenliebe sein.“

In knapp zwei Jahren soll in dem Gebäude der Betrieb aufgenommen werden. In dem Haus werden Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleitet – auch ihre Angehörigen finden dort einen würdigen Rahmen. Zudem wird das Zentrum Frauen Schutz vor häuslicher Gewalt bieten.

Für Martina Nitsch, Projektkoordinatorin für den Teil des Frauenhauses, war daher die Grundsteinfeier mehr als ein symbolischer Akt. „Es ist ein Tag der Freude, dass nun wieder ein sichtbarer Schritt getan ist, die Situation zu erleichtern.“ Denn wie beim Hospiz ist der Bedarf beim Frauenhaus hoch. Wichtig für Martina Nitsch ist, dass sie in Germering nach Fertigstellung des Hauses im Jahr 2022 auch Frauen mit körperlichen Einschränkungen oder mehreren Kindern aufnehmen kann.

Berührungspunkte zwischen Hospiz und Frauenhaus

Spannend wird nach ihrer Ansicht, dass sich Hospiz und Frauenhaus unter einem Dach befinden. „Beides sind Themen, die man gerne an den Rand der Gesellschaft und eines Ortes schiebt“, sagte sie gegenüber unserer Zeitung. In Germering sei man nun in jeder Beziehung mittendrin. Und es gebe auch Berührungspunkte innerhalb des Gebäudes: „Man könnte dem Haus auch den Beinamen ,Haus der Würde‘ geben“, sagte Martina Nitsch.

Offiziell wird es den Namen „Max-und-Gabriele- Strobl-Haus“ tragen. Der Stiftung der bald 95-jährigen Gabriele Strobl war vor Jahren von einem Spender, der nicht namentlich genannt werden will, der Betrag zugeflossen, der den Kauf des Grundstücks möglich machte.

Im neuen Haus wird der Grundstein, der eher einer Stele gleicht, im Eingangsbereich platziert. Künstlerisch gestaltet wurde er von Oliver Beran und Schülern der Eugen-Papst-Schule. Deren Erster Konrektor ist gleichzeitig Vorstandsmitglied der Sozialstiftung. Der Stein stammt aus einem Bruch aus Kehlheim. Auch das hatte für Christian Ganslmeier, Vorsitzender der Sozialstiftung, eine Bedeutung: „Wir haben bei allem auf größtmögliche Regionalität geachtet.“

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