Kindertagesstätte
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Die Aufgaben der Kita-Leitung sind in den vergangenen Jahren immer vielfältiger geworden.

Leitungskonzept zahlt sich aus

Gute-Kita-Gesetz kommt der Stadt zugute

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Die Stadt profitiert vom Gute-Kita-Gesetz der Bundesregierung, das im vergangen Jahr in Kraft getreten ist.

Germering – Das Gesetz erlaubt es dem Freistaat, Gelder für eine Qualitätssteigerung der Kindertagesstätten einzusetzen. Ein so genannter Leitungs- und Verwaltungsbonus soll den Trägern zugute kommen, um die in den vergangenen Jahren gestiegene Belastung der Kita-Leitungen mit Arbeiten zu kompensieren, die nicht der Kinderbetreuung selbst dienen. Die Stadt kann dadurch mit rund 72 000 Euro für die Zeit von Mai bis Dezember rechnen.

Sandra Bartler vom städtische Sozial- und Jugendamt, intern Amt 5 genannt, berichtete im Sozialausschuss über ein neues Leitungskonzept, das wegen des Guten-Kita-Gesetzes erstellt und Voraussetzung für die Bonuszahlung ist. Die Aufgaben der Leiter in den Kitas sind ihr zufolge tatsächlich in den vergangenen Jahren immer vielfältiger geworden.

Anstellungsschlüssel ist nicht mehr zeitgemäß

Der seit 2005 angewandte so genannte Anstellungsschlüssel, der ausschlaggebend für die finanzielle Förderung der Kitas durch den Freistaat ist, ist demnach nicht mehr zeitgemäß. Er sagt zurzeit aus, dass Leiter pro Woche und Gruppe der Einrichtung zwei Stunden für Personalführung, Elternarbeit, Planung und Organisation sowie Koordination das Betriebs aufwenden können. Bei einer fünfgruppigen Einrichtung sind dies zehn Stunden. Tatsächlich ist die dafür verwendete Arbeit um einiges aufwendiger.

Der Gute-Kita-Bonus erlaubt jetzt eine Verdoppelung dieser Stundenzahl. Das würde die Stadt Germering rund 72 000 Euro kosten. Dieses Geld kommt jetzt über den Bonus in die Kassen zurück.

Bonus nur dank Leitungskonzept möglich

Möglich ist dies nur, weil der Sozialausschuss das dafür notwendige Leitungskonzept beschlossen hat. Das beschreibt die Aufgaben der Kita-Leitung, die von Führungsverantwortung und Personalentwicklung über Konzeptions- und Qualitätsentwicklung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation mit den Eltern reichen.

Sozialreferent Johannes Landendinger begrüßte das neue Konzept und die damit einhergehende Entlastung der Leiter. OB Andreas Haas sah dies auch so, wies aber auch darauf hin, dass dies die Personalsituation weiter belaste – die Stadt braucht jetzt noch mehr Erzieherinnen.

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