Claudia Wagenführer, Konrektorin der Kerschensteiner Schule, mit einem der Zwischenzeugnisse.
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Claudia Wagenführer, Konrektorin der Kerschensteiner Schule, mit einem der Zwischenzeugnisse.

Germering

Halbjahres-Zeugnis mit Maske und Abstand

  • Lisa Fischer
    vonLisa Fischer
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Spannung und Aufregung an allen Schulen: Am heutigen Freitag stehen die Halbjahreszeugnisse auf dem Plan. Ihre Ausgabe gestaltet sich in Zeiten von Distanz-, Wechsel- und Präsenzunterricht allerdings nicht so einfach wie gewohnt. Kreativität und Flexibilität sind von Lehrern, Schülern und Eltern gefordert.

Germering – An der Grundschule an der Kleinfeldstraße wurde der komplette Tagesablauf geändert. Statt dem Wechselunterricht – ein Teil der Klasse im Homeschooling, der andere im Klassenzimmer – kommen alle Schüler in die Schule. Die eine Hälfte der Klasse zuerst und nach zwei Stunden die andere. „So bekommt jeder persönlich sein Zeugnis mit“, sagt Sabine Endres aus dem Sekretariat.

„Wir haben den Lehrern verschiedene Optionen zur Zeugnisvergabe gegeben“, berichtet Claudia Wagenführer, Konrektorin an der Kerschensteiner Grund- und Mittelschule. Entweder konnte das Zeugnis kontaktlos per Post versendet werden oder Lehrer bitten ihre Schüler einzeln zu einer bestimmten Uhrzeit in die Schule. „Für diese Zeitfenster-Version haben sich die meisten Lehrer entschieden“, sagt Claudia Wagenführer. In der Grundschule finden die sogenannten Lern-Entwicklungs-Gespräche (LEG) statt, die es in der ersten bis dritten Klasse anstatt dem Zeugnis gibt. Bei einem persönlichen Gespräch zwischen Lehrer, Eltern und Schüler erhalten die Eltern eine Art Zwischenbericht in Papierform. Wenn das LEG schon vor dem 5. März stattgefunden hat, gibt es den Bericht auch in digitaler Form.

Ein Zeugnis per Post zu verschicken ist gar nicht so einfach, meint Konrektorin Wagenführer. Die Schulen haben vom Kultusministerium die Vorgabe bekommen, dass kein Schüler sein Zeugnis vor dem heutigen Freitag erhalten darf. So hat sich auch die Mittelschule an der Wittelsbacher Straße für eine persönliche Übergabe entschieden. „Das Hauptziel ist jedoch, dass nicht alle Schüler gleichzeitig in der Schule auftauchen“, sagt Rektor Walter Braun. Deshalb haben die Lehrer verschiedene Treffpunkte zu verschiedenen Uhrzeiten ausgewählt. „Dann ist Zeit für ein kurzes, persönliches Gespräch. Einen Großteil der Schüler haben die Lehrer seit über acht Wochen nicht gesehen,“ sagt Braun.

Am Max-Born-Gymnasium (MBG) und an der Realschule erhalten die Schüler anstatt des Halbjahreszeugnisses einen Noten-Zwischenbericht. Die Eltern der Gymnasiasten können sich das Dokument digital und sicher über das Elternportal herunterladen, erklärt der stellvertretende MBG-Chef Bernhard Sauermann. An der Realschule erhalten die Neunt- und Zehntklässler jedoch ein Zwischenzeugnis: Per Post ging am Donnerstag an die Schüler der 9. Klasse im Homeschooling eine Kopie des Zeugnisses raus. Die 10. Jahrgangsstufe im Präsenzunterricht bekommt das Zeugnis persönlich überreicht, sagt Schulleiter Christoph Breuer.

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