Drei solcher Giftköder wurden dem 29-Jährigen in den Garten geworfen.
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Drei solcher Giftköder wurden dem 29-Jährigen in den Garten geworfen.

Germering

Giftköder in Garten geworfen: Ist es derselbe Hundehasser wie im Jahr 2013?

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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Der Hund eines 29-Jährigen ist vergiftet worden, wird aber dank schnellem Eingreifen wohl überleben. Die Polizei warnt andere Hunde-Besitzer.

Update 8. März: Aufgrund des fast evidenten Ähnlichkeit des Giftköders mit denen aus dem Jahr 2013 kann Andreas Ruch es sich vorstellen, dass der Hundehasser von damals wieder aktiv geworden ist. Damals waren in Germering und in den Wäldern rund um die Große Kreisstadt immer wieder solche Köder aufgetaucht. Mindestens ein Dutzend Tiere war betroffen, für einige kam jede Hilfe zu spät. Die Polizei suchte mit Plakaten nach dem Täter, ging sogar auf Streife im Wald. Durch den Hinweis eines Mädchens kam die Polizei dem mutmaßlichen Täter damals sehr nah.

Der Verdächtige war im Unterholz herumgekrochen. Bei der Durchsuchung des Mannes und seines Autos konnte aber nichts Verdächtiges gefunden werden – für eine Hausdursuchung reichte der Verdacht nicht.

Juristisch betrachtet handelt es sich bei der Vergiftung eines Hundes um Sachbeschädigung. Seither jedenfalls habe man nichts mehr in dieser Richtung gehört. Denkbar also, dass der Täter von damals nervös wurde und still hielt – jetzt aber wieder aktiv wird. Andreas Ruch fordert die Bevölkerung auf, verdächtige Beobachtungen wirklich bei der Polizei zu melden. Die Beamten würden dann aktiv.

Das war die Erstmeldung

Germering - Ein 29-jähriger Besitzer eines Norwich Terriers teilte am Donnerstag der Germeringer Polizei mit, dass sein Hund im eigenen Garten in der Lerchenstraße einen Giftköder (in Form eines Cookies) gefressen habe. Wie oder durch wen die insgesamt drei Giftköder in seinen Garten geworfen wurden, könne er sich nicht erklären. Der Hundebesitzer teilte weiter mit, dass er gerade bei einem Tierarzt war und dass der Magen seines Hundes gerade ausgepumpt wurde und dass der Hund wieder wohlauf sei, aber man erst in drei Tagen sicher sagen könne, ob er über den Berg sei.

Giftköder zur Untersuchung gebracht

Der besorgte Tierfreund gab darüber hinaus zu Protokoll, dass er den Giftköder selbstständig zur toxikologischen Abteilung der LMU München zur Untersuchung bringen werde. Über das Ergebnis der Untersuchung wird er die Sachbearbeiterin seiner Anzeige informieren, sobald es vorliegt, berichtet die Polizei

Einen Tatverdächtigen, der die Giftköder in seinen Garten geworfen haben könnte, konnte der Hundebesitzer nicht benennen. Hundebesitzer aus Germering und Umgebung sollten deshalb die Augen nach eventuellen weiteren Giftködern offen halten, wenn sie Gassi gehen, so die Polizei. „Leider werden solche Giftköder in Germering immer wieder gefunden“, schreibt Polizeisprecher Andreas Ruch. Sie würden ausgelegt, um mutwillig Tieren zu schaden. „Frisst der Hund den Köder und werden die Symptome zu spät bemerkt, kann oft auch kein Tierarzt mehr helfen.“

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