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Hundesteuer wird um 20 Prozent erhöht

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Von: Klaus Greif

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60 Euro muss man ab sofort für einen Einzelhund jährlich an Steuern zahlen. symbo
60 Euro muss man ab sofort für einen Einzelhund jährlich an Steuern zahlen. © Beispielfoto: dpa

Hundebesitzer müssen ab sofort tiefer in die Tasche greifen. Der Stadtrat hat die Steuer für die Vierbeiner um 20 Prozent erhöht.

Germering – Statt 50 Euro steigt die Abgabe für den ersten Hund auf 60 Euro. Zweit- und Dritthunde und vor allem Kampfhunde kosten entsprechend mehr.

Die Erhöhung der Hundesteuer ist Teil der Konsolidierung des Haushaltes, die mit Einsetzen der Pandemie in die Wege geleitet wurde. Der entsprechende Ausschuss des Stadtrats, der im Sommer 2020 erstmals wieder eingesetzt wurde, hat dies laut OB Andreas Haas empfohlen. Es ist die erste Erhöhung der Hundesteuern seit zehn Jahren – auch damals war die Steigerung Teil der notwendigen Sanierung des Haushalts.

Kampfhund noch teurer

Die Erhöhung bedeutet, dass für den ersten Hund ab diesem Steuerjahr 60 statt 50 Euro bezahlt werden müssen. Der zweite Hund eines Haushalts kostet 110 (90), der dritte 130 Euro. Noch teurer wird es, wenn es sich um einen Kampfhund handelt. Für den müssten jährlich 870 statt bisher 720 Euro entrichtet werden. Welche Rassen als Kampfhunde eingestuft werden, ist in der Satzung aufgelistet. Unter anderem zählen Pit-Bull, Bandog und Tosa-Inu dazu. Bei weiteren Rassen wird die Kampfhundeigenschaft zwar vermutet. Besitzer könne dies allerdings durch ein Gutachten widerlegen. Auf Nachfrage von SPD-Stadträtin Saskia Schon teilte Kämmerer René Mroncz allerdings mit, dass aktuell keine Kampfhunde in Germering gemeldet sind.

Die Zahl der Hunde ist wohl in Folge von Corona stark gestiegen, erklärte Mroncz weiter. Ende 2019 gab es 1366 Vierbeiner im Stadtgebiet, Ende 2020 waren es schon 1511. Die Erhöhung der Hundesteuer bringt laut Mroncz Mehreinnahmen von rund 14 000 Euro. Der Kämmerer fügte jedoch an: „Das wird den Haushalt nicht retten.“ Insgesamt nimmt die Stadt mit dieser Abgabe dann jährlich rund 84 000 Euro ein.

Die neuen Steuersätze bewegen sich in etwa auf dem Niveau der Nachbarkommunen. 60 Euro für den Ersthund werden auch in Dachau, Gilching und Maisach erhoben. Günstiger sind Eichenau, Olching und Gröbenzell mit 40 Euro, deutlich teurer ist Landsberg mit 90 Euro. Spitzenreiter ist München mit 100 Euro.

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