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Kreuzlinger Feld: So geht es nach dem Entscheid weiter

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Von: Klaus Greif

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Der Zug nimmt langsam Fahrt auf: Zur Neuplanung der möglichen Bebauung des Kreuzlinger Felds wird jetzt ein Ideenwettbewerb ausgelobt. Schon im Vorfeld erhalten die Germeringer Gelegenheit, ihre Vorstellungen zu äußern.
Der Zug nimmt langsam Fahrt auf: Zur Neuplanung der möglichen Bebauung des Kreuzlinger Felds wird jetzt ein Ideenwettbewerb ausgelobt. Schon im Vorfeld erhalten die Germeringer Gelegenheit, ihre Vorstellungen zu äußern. © Weber

Die Pläne zur Bebauung des Kreuzlinger Felds sind bekanntlich mit einem Bürgerentscheid im April gestoppt worden. Im Stadtrat wurde jetzt detailliert erläutert, wie es weitergeht.

Germering – Die Stadt startet einen Ideenwettbewerb, bei dem Vorstellungen der Bürger eine wichtige Rolle spielen sollen.

Mit der Durchführung des Ideenwettbewerbs ist das Germeringer Planungsbüro AKFU beauftragt worden. Die Stadt hat mit den Planern bei der Durchführung eines Realisierungswettbewerbs für das ehemalige Kasernengelände schon gute Erfahrungen gemacht. Planerin Sandra Urbaniak erklärte allerdings, dass ein Ideenwettbewerb etwas ganz anderes sei. Hier gehe es zunächst darum, was sich Architekten für das Gebiet vorstellen können. Welche Vorgaben sie dabei einhalten müssen, müsse jetzt erarbeitet werden.

Klar sei zunächst, dass die Planer sich an die Ziele des Bürgerentscheids halten müssen. Das sind unter anderem die Anpassung der künftigen Bebauung an die Umgebung, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Berücksichtigung des Klimawandels und die Minimierung von zusätzlichem Verkehr.

Bürgerbeteiligung

Die im Bürgerentscheid ebenfalls geforderte effektive Beteiligung der Öffentlichkeit spielt auch eine große Rolle. Um dies zu gewährleisten, hat die Stadt eigens ein weiteres Büro beauftragt. Es heißt Studio-Stadt-Region und wurde in der Sitzung von Lucas Schneider und Charlotte Hagenauer vertreten. Sie stellten ein Konzept vor, das noch vor dem Ideenwettbewerb gestartet werden soll.

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Es beginnt mit einer großformatigen Info-Wand, die laut Charlotte Hagenauer am Platz vor der Stadtbibliothek aufgestellt werden soll. Die Germeringer haben dabei die Möglichkeit, sich umfassend über die Situation am Kreuzlinger Feld zu informieren. Anschließend können sie eigene Ideen für die künftige Bebauung in einen aufgestellten Briefkasten werfen. Nach der Anregung mehrerer Stadträte wurde schnell klar, dass das Gremium nicht nur eine dieser Info-Wände aufstellen will, letztlich sollen es zwei weitere werden, um das Stadtgebiet einigermaßen gleichwertig abzudecken.

Neben diesen Werbetafeln sollen die Germeringer noch mit E-Lastenrädern, die zu Infozwecken umgerüstet werden, auf dem Laufenden gehalten werden. Hinzu kommen noch die Internetseite der Stadt, auf der unter anderem ein digitaler Marktplatz installiert werden soll. Die Ergebnisse der Bürgeranregungen sollen am Ende in einer Ausstellung vorgestellt werden.

Zeitrahmen

Die Sammlung und dann vor allem Auswertung der eingegangenen Ideen werde nicht einfach sein, antwortete Sandra Urbaniak auf eine entsprechende Frage von CSU-Fraktionssprecher Oliver Simon. Es werde darauf hinauslaufen, dass man den Planern, die sich am Ideenwettbewerb beteiligen, möglichst umfassende Beschreibungen der Situation liefere.

Noch schwieriger wird aus Sicht von Urbaniak dann aber, die Ergebnisse des Ideenwettbewerbes für die weitere Planungsphase zu konkretisieren. Denn anschließend soll ein Realisierungswettbewerb gestartet werden, der letztlich in die Erstellung eines Bebauungsplanes münden soll. Wegen dieser Komplexheit wird sich das Verfahren ziemlich lange hinziehen. Der Ideenwettbewerb wird bis zu einem Dreivierteljahr dauern. Dann folgt eine Bürgerbeteiligung für den Realisierungswettbewerb. Auch dieser wird wieder neun Monate dauern.

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