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Die Baustelle (r.) am Wertstoffhof zwingt die Besucher auf eine verengte Zu- und Ausfahrt.   

Germering

Im Wertstoffhof geht’s eng her

Am Großen Wertstoffhof an der Landsberger Straße kommt es seit November immer wieder zu chaotischen Situationen. Grund: Weil auf dem Gelände neue Sozialräume und Sanitäranlagen für die Mitarbeiter gebaut werden, sind Zu- und Ausfahrt auf eine Spur verengt worden. Das wird noch bis Ende Mai so bleiben.

Germering – „Manche Menschen sind der Straßenverkehrsordnung einfach nicht mächtig. Die schauen nicht nach links und rechts und dann hat man den Salat auch schon.“ Mitarbeiter Hans Pöschl steht mit verschränkten Armen vor der Baustelle und blickt kopfschüttelnd auf die Einfahrt des Wertstoffhofes. Seit November gibt es baustellenbedingt keine getrennten Spuren mehr für die Einfahrt und die Ausfahrt. Und seitdem beobachtet Pöschl immer wieder chaotische Situationen, die in Stoßzeiten regelmäßig zu Staus führen.

„Viele fahren einfach rein und blockieren dadurch die Ausfahrt, die die raus wollen kommen nicht mehr raus und so verkeilen sich praktisch die Fahrzeuge,“ erklärt Pöschl. Aus dem Wertstoff-Experten wird dann schnell ein Fahrzeuglotse: „Wir halten viele Autos auf und lassen sie erstmal draußen warten.“ Das kann dann schon mal zehn Minuten dauern.

Doch so schlimm sei alles gar nicht, sagt Pöschl: „Man bekommt über die Jahre einen breiten Rücken. Dass der Ton rau wird und Chaos herrscht, gehört zur Tagesordnung.“ Die Lage spitzt sich nur am Freitagnachmittag und am Samstag zu, wenn es richtig voll wird am Wertstoffhof.

Die Germeringer, die hier ihre Wertstoffe entsorgen, sind natürlich genervt. Eine Frau, die jede Gelegenheit nutzt, um unter der Woche schnell zur Sammelstelle zu fahren, kommentiert die Situation mit drastischen Worten: „Diese Ein- und Ausfahrtregel ist bescheuert. Es herrscht Stau und totales Chaos.“

Die Lösung: Abwarten, bis der Neubau Ende Mai fertig gestellt ist. Oder auf den zweiten Großen Wertstoffhof an der Starnberger Straße ausweichen. Am wichtigsten sei es aber, freundlich zu bleiben, sagt Pöschl. Er ergänzt: .„Wir Mitarbeiter sind keine Fußabtreter!“ (Annabell Pazur)

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