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Entlastung für FFB

Germering: Interims-FOS in fünf Monaten hingestellt

  • Klaus Greif
    VonKlaus Greif
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Der Erweiterungsbau der Fachoberschule (FOS) Germering bei der Realschule und dem Carl-Spitzweg-Gymnasium ist offiziell eingeweiht worden. Genutzt wird das in Modulbauweise in nur fünf Monaten errichtete zweigeschossige Gebäude an der Alfons-Baumann-Straße schon seit September.

Germering – Vor einem Jahr ist die FOS Germering mit dem Ziel gestartet worden, die aus allen Nähten platzende Brucker Fachoberschule zu entlasten. 150 Schüler sind im ersten Jahr im sanierten Pavillon an der Südseite des Carl-Spitzweg-Gymnasiums untergekommen. Schon bei der damaligen Einweihung hatte Landrat Thomas Karmasin – der Landkreis ist Sachaufwandsträger – darauf hingewiesen, dass ein weiterer provisorischer Erweiterungsbau auf dem Gelände zwischen der Alfons-Baumann-Straße und dem Masurenweg errichtet werden müsse. Denn für einen eigentlich geplanten Neubau an anderer Stelle in Germering müssten erst noch die laufenden Verhandlungen über einen Grundstückskauf über die Bühne gebracht werden. Diese Verhandlungen scheinen jetzt vor einem positiven Abschluss zu stehen, so Karmasin bei der Einweihung des zweiten Interimbaus. Er habe gerade ein Gespräch mit den Eigentümern geführt und könne sagen: „Ich bin guter Dinge.“

Bis ein Umzug in den Neubau möglich ist, werden aber wohl noch vier bis fünf Jahre vergehen. Mit dieser Zeitspanne rechnet FOS-Leiter Holger Wirth. Er, seine Kollegen und die Schüler seien aber mit der aktuellen Situation sehr zufrieden. Sowohl der Pavillon am Gymnasium als auch der jetzt bezogenen Neubau erfüllen alle Anforderungen.

Mit dem zweigeschossigen neuen Gebäude, das in so genannter Modularbauweise parallell zum lang gestreckten Parkplatz an der Alfons-Baumann-Straße hat die Schule acht neue Klassenzimmer und zwei Arbeitsräume bekommen. Diese können zur Not auch für den Unterricht genutzt werden. Damit könne die FOS insgesamt bis zu 500 Schüler aufnehmen, erklärte Wirth. Zurzeit besuchen 270 Fachoberschüler in elf Klassen die Einrichtung.

Dass die Unterrichtssituation aus Sicht der FOS so zufriedenstellend ist, liegt auch an der engen Zusammenarbeit mit den Nachbarschulen. Die Oberschule, die zurzeit nur die Zweige Wirtschaft und Soziales anbietet, kann die Fachräume von Gymnasium und Realschule und die Turnhallen mit nutzen. Dies funktioniert offensichtlich so gut, dass die FOS ab dem nächsten Schuljahr auch noch einen Technik-Zweig ins Angebot aufnimmt.

Architekt Walter Balde berichtete von einem Bau in Rekordzeit. Von Planung bis zum Einzug der Schule sei gerade einmal ein Jahr vergangen. Der Bau selbst sei in fünf Monaten über die Bühne gegangen. Die gewählte Modulbauweise hat laut Balde im Gegensatz zu Pavillons unter anderem den Vorteil, dass die Lärmdämmung im Haus optimiert ist. Die Gipsbetonwände sind so konzipiert, dass die Unterrichtsgeräusche in benachbarten Zimmern nicht zu hören sind.

Ausgerüstet sind die neuen Klassenzimmer mit Hightech-Whiteboards – normale Schultafeln sind laut Schulleiter Wirth schon deswegen ausgeschieden, weil es in den Zimmern keinen Wasseranschluss gibt – Tafelwischen wäre ein Problem geworden.

OB Andreas Haas bezeichnete die Ansiedlung der FOS als eine Bereicherung der Schullandschaft. Der neue Interimsbau füge sich so gut in den Schulcampus ein, dass er fast nicht wahrgenommen werde.

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