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Feier beim Kammerorchester: Hier spielt die Musik schon seit 40 Jahren

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Von: Ulrike Osman

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Hoch die Geigen: Das Germeringer Kammerorchester ist voll motiviert und lädt zum Jubiläumskonzert ein. 	FOTO: kathrin borchert
Hoch die Geigen: Das Germeringer Kammerorchester ist voll motiviert und lädt zum Jubiläumskonzert ein. kathrin borchert © Kathrin Borchert

Alles begann damit, dass man das kulturelle Potenzial der Germeringer hervorholen wollte: Vor 40 Jahren gründete sich das Germeringer Kammerorchester (GKO).

Germering – Nun wird das Jubiläum groß gefeiert – mit der Hoffnung, neue Musiker zu finden.

Vor 40 Jahren hob eine Gruppe von Musikschullehrern und Musikstudenten das Germeringer Kammerorchester aus der Taufe. 215 Konzerte hat die Formation seitdem gegeben. Am Sonntag, 17. Juli, kommt ein weiteres hinzu. Unter der Leitung von Marie-Josefin Melchior feiert das GKO sein Jubiläum mit Musikstücken und Texten über seine Geschichte. Als besonderen Programmhöhepunkt kündigt das GKO Mozarts Konzert in A-Dur op. 219 an. Als Solist spielt Peer Bohn (Violine), ein 18-jähriger Jungstudent an der Münchner Musikhochschule, der als großes Talent gilt. Die rund 20 Mitglieder des GKO freuen sich sehr auf den Abend nach der coronabedingten Flaute. „Wir müssen uns wieder mehr zeigen“, ist die Vereinsvorsitzende Irene Wunder überzeugt.

Liebe zur Geige

Die 72-Jährige stieß vor über 30 Jahren zum Orchester dazu und entdeckte hier ihre Liebe zur Geige wieder. Sie hatte ursprünglich am Richard-Strauss-Konservatorium studiert, dann aber lieber ein parallel betriebenes Grafikstudium abgeschlossen. Ihr Beruf kam dem GKO zugute – Irene Wunder hat viele Konzertplakate gestaltet.

In der Anfangszeit seien unter den Mitgliedern relativ viele Profis gewesen, erzählt die Vorsitzende. Initiator und erster Dirigent des GKO war Oscar Vadillo, Pianist und Korrepetitor am Münchner Gärtnerplatztheater. Er fühlte sich von einem Aufruf des damaligen Kulturreferenten Erich Loibl angesprochen, der das kulturelle Potenzial der Germeringer Bürger ans Tageslicht holen wollte.

Als der Verein 1982 offiziell gegründet wurde, hatte das GKO bereits zwei Jahre lang erfolgreich Konzerte in Germering und München gegeben. Neben Kirchen und Konzertsälen bespielt das Streichorchester auch Freilichtbühnen, tritt in Schulen und Seniorenzentren auf.

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Besonderen Spaß macht allen Beteiligten der jährliche Besuch in der Grundschule Allach. Dort gestaltet das GKO ein Programm gemeinsam mit den Kindern. „Das ist immer wahnsinnig schön“, erzählt Irene Wunder. In einem Alten- und Servicezentrum in München genießt ein älteres Publikum die Musik der Germeringer. Hinterher sitzen Musiker und Zuhörer oft noch zusammen.

Nach Rom

Die weiteste Fahrt führte das GKO 1997 nach Rom, wo es gemeinsam mit dem damaligen Germeringer Kammerchor eine Buchpräsentation musikalisch umrahmte. „Das anschließende Gartenfest unter dem Sternenhimmel Roms war unvergesslich“, schwärmt Konzertmeisterin Irene Wunder.

Die Coronajahre haben auch dem GKO das Leben schwergemacht – vor allem blieb in dieser Zeit der Nachwuchs aus. „Jetzt habe ich das Gefühl, dass wieder mehr Interesse da ist“, so Wunder. Neuzugänge seien herzlich willkommen, vorspielen müsse niemand. Wo neue Musiker ihren optimalen Platz finden, zeige sich meist schnell beim gemeinsamen Üben. Dankbar ist das Kammerorchester für einen kostenlosen Proberaum in der Stadthalle. „Das ist eine sehr, sehr große Hilfe.“

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Das Jubiläumskonzert

des GKO am Sonntag, 17. Juli, im Amadeussaal der Stadthalle beginnt um 19.30 Uhr. Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

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