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Edeka will seine City-Galerie abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Der Umweltbeirat wehrt sich gegen die Pläne.

Germering

Umweltbeirat gegen Kaufhaus-Abriss

Im Umweltbeirat der Stadt regt sich Widerstand gegen den geplanten Abriss der City-Galerie. Eine Sanierung reicht aus Sicht des Beirats aus.

Germering – Erst 20 Jahre steht der Gebäudekomplex nahe des S-Bahnhofes. Grund genug für das Umweltgremium angesichts des vom Betreiber Edeka geplanten Totalabrisses von Verschwendung zu sprechen. „Was da an Material und Energie verbraucht wird, ist unverantwortlich“, meint Herbert Krause, der Vorsitzende des Beirates. „Ressourcenverbrauch ohne Ende“, fügt er noch hinzu.

Nun bastelt das Gremium mit Hochdruck an einer Stellungnahme, die in der Sitzung am 21. Juni (19.30 Uhr im Rathaus) vorgestellt werden soll. „Mitglieder recherchieren, damit wir unsere Meinung mit Zahlen und Fakten untermauern können“ erklärte Krause auf Nachfrage. Man sei auf der Suche nach Beispielen aus anderen Kommunen, wie man sich dort verhalten und welche Ergebnisse es gegeben habe, so Krause.

Besonders kontrovers sieht Krause die Pläne des Betreibers, die Stellplätze ebenerdig anzulegen. „Ich stelle mir die Anlieger vor, die dann ständig auf parkende Autos blicken müssen.“ Er habe mit der bestehenden Tiefgarage kein Problem. Sie werde genutzt oder nicht genutzt, wie andere Tiefgaragen auch.

Es mag für größere Fahrzeuge ein wenig eng sein, räumt Krause ein. Auch die Ausfahrt sei nicht optimal, weil sofort der Bürgersteig quert. „Aber dann muss man seine Fahrweise anpassen“, findet der Beirats-Chef.

Dass insgesamt Veränderungen notwendig seien, ist für Krause nachvollziehbar. Seiner Meinung nach reiche es aber völlig aus, wenn das Gebäude saniert und über ein neues Nutzungskonzept nachgedacht werde. In dem Zusammenhang könne man zum Beispiel auch wieder über eine Diskothek nachdenken, wie sie schon einmal in der City-Galerie zu finden war. „Immer wieder wird geklagt, dass es zu wenig Angebote für Jugendliche gibt. Das wäre eine Chance.“

Unterstützung findet der Umweltbeirat für sein Anliegen bei Thomas Wieser, im Rathaus für Umweltangelegenheiten zuständig. Gegenüber dem Beirat verwies Wieser aber auch darauf, dass von der Stadt dem Eigentümer ein Abriss nicht verwehrt werden könne. Auch der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss hatte sich in seiner Sitzung Anfang Mai skeptisch gezeigt. Von Seiten des Betreibers sagte man zu, im Dialog mit Stadt und Bürgern bleiben zu wollen.

Hans Kürzl

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